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21.02.2017

 

Grosser Preis von Grossdeutschland für Motorräder auf dem Sachsenring 1939

 

Das letzte Motorrad-Rennen auf dem Sachsenring vor dem Zweiten Weltkrieg fand am 13. August 1939 statt. Vor rund 320.000 Zuschauern wurde die Europameisterschaft für Motorräder in drei Hubraumklassen ausgetragen. Als Sieger der Rennen gingen in der Klasse bis 250 cm³, Nello Pagani (Königreich Italien) auf Moto Guzzi, in der Klasse bis 350 cm³, Walter Hamelehle (Deutsches Reich) auf DKW und in der Klasse bis 500 cm³, Dorino Serafini (Königreich Italien) auf Gilera hervor.

 

Die 16-mm-Farbfilmaufnahmen zeigen Szenen vom Motorrad-Rennen sowie die Präsentationsfahrt eines Auto-Union- Rennwagens Typ D von 1938 mit Rennfahrer Rudolf Hasse.

 

 

Vor dem Rennen besuchte während der „Egerfahrt“ das Luftschiff LZ 130 „Graf Zeppelin II“ den Sachsenring.



04.01.2017

V. Pioniertreffen 1964 in Karl-Marx-Stadt

 

Von 1952 bis 1988 fanden in verschiedenen Städten in der DDR insgesamt acht zentrale Pioniertreffen der Pionierorganisation „Ernst Thälmann“ statt. Karl-Marx-Stadt war in den Jahren 1964 und 1988 zweimal der Veranstaltungsort für ein Pioniertreffen. Das V. Pioniertreffen fand im 15. Jahr des Bestehens der DDR vom 9. - 16. August 1964 in Karl-Marx-Stadt statt.

 

Das Pioniertreffen wurde am 9. August 1964 vor 5.000 Delegierten des Gastgeberbezirkes, Pionieren, Schülern und Einwohnern aus Zwickau durch Robert Lehmann, dem Vorsitzenden der Pionierorganisation „Ernst-Thälmann“ in der Freilichtbühne am Schwanenteich in Zwickau eröffnet. Gleichzeitig begann der dreitägige Friedensmarsch von 20.000 Pionieren, der am 13. August 1964 alle Teilnehmer in Karl-Marx-Stadt vereinte.

 

Während der Tage des Pioniertreffens fanden in Karl-Marx-Stadt eine Vielzahl von Veranstaltungen und Ausstellungen statt. Der Höhepunkt des Pioniertreffens war die Pionierparade von 35.000 Pionieren und FDJ-Mitgliedern am Sonntag, dem

16. August 1964, welche unter der Losung: „Lernen, Schaffen, Fröhlichsein – Für Frieden und Sozialismus – Immer bereit!“ stattfand. Anlässlich der Pionierparade war der Vorsitzende des Staatsrates der DDR und Schirmherr des V. Pioniertreffens, Walter Ulbricht in Karl-Marx-Stadt zu Gast. Das Pioniertreffen endete mit der Abschlussveranstaltung im Ernst-Thälmann-Stadion am Abend des 16. Augustes.

 

 

Die drei Amateurfilme zeigen Szenen vor der Pionierparade an der Geibelstraße in Karl-Marx-Stadt, die Pionierparade in der Ernst-Thälmann-Straße (2017, Reitbahnstraße), Szenen auf dem Parkplatz des Centrum-Warenhauses an der Moritzstraße sowie Szenen nach der Pionierparade in Karl-Marx-Stadt (Gablenz) an der Straße „Ostheim“.

 


03.12.2016

 

Das Filmarchiv Chemnitz im Jahr 2016

Die Arbeit am Filmarchiv Chemnitz war im Jahr 2016 vom Archivieren und Aufarbeiten uns neu zugegangenem historischen Filmmaterials geprägt. Besonders erwähnenswert ist dabei der Zugang von 10 Amateurfilmen, welche das Rennsportgeschehen in Chemnitz und auf dem Sachsenring in der ersten Hälfte der 1950er Jahre dokumentieren. Weiter haben wir Filme erhalten, welche die Stadtentwicklung und das gesellschaftliche Leben in Chemnitz in den vergangenen Jahrzehnten zeigen. Aber auch eine Reihe an bisher noch nicht veröffentlichten historischen Fotografien und Diaserien, gehören zu den Neuzugängen für das Filmarchiv Chemnitz im Jahr 2016. Hier freuen wir uns über eine Dia-Serie welche die Reklame-Anlagen in der Stadt im Jahr 1959 dokumentiert und über eine Dia-Serie, die Altchemnitz Ende der 1950er Jahre zeigt.


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Im Jahr 2016 haben wir das Filmarchiv erweitert über das Thema Chemnitz hinaus und erste Amateurfilme aus der DDR und der BRD veröffentlicht. Das soll auch in Zukunft eine Schwerpunktarbeit für das Filmarchiv Chemnitz sein, Ziel ist es, exemplarisch, anhand von privat aufgenommenen Schmalfilmdokumentationen das Leben in Deutschland in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu zeigen.

2016 haben wir die Produktion der Filmpräsentationen auf eine neue Software umgestellt und insgesamt 14 Filmpräsentatioen neu veröffentlicht. Besonderes Interesse fanden dabei die Filme zum Pioniertreffen 1988 in Karl-Marx-Stadt und der Film "Wenn´s am Schloßteich grünt und blüht" von 1967 mit jeweils ca. 6.000 aufrufen. Zum ersten Mal konnten wir privat aufgenommene Filmaufnahmen aus dem Chemnitz der Zeit vor 1945 veröffentlichen. Insgesamt verzeichnete das Filmarchiv Chemnitz über seinen YouTube-Kanal im Jahr 2016 bis zum heutigen Tag: 107.068 Aufrufe oder eine Wiedergabezeit von 203 Tagen wo Filme zum Thema Chemnitz, weltweit ohne Unterbrechung liefen. Weiterhin waren Filmausschnitte aus dem Filmarchiv Chemnitz auch 2016 in mehreren TV-Produktionen zu sehen. Das Filmarchiv Chemnitz gehört damit wahrscheinlich zu den erfolgreichsten Botschaftern und Wissensvermittlern der Stadt Chemnitz. Ein zweites Projekt wie das Filmarchiv Chemnitz, gibt es deutschlandweit nicht.

Damit das Filmarchiv Chemnitz möglich ist, waren wir auch im Jahr 2016 auf die zahlreiche Unterstützung unserer Freunde angewiesen. Für diese Unterstützung möchten wir uns bedanken.


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Auch im Jahr 2016 haben wir wieder zahlreiche Veranstaltungen durchgeführt, die ein großes Interesse fanden. Insgesamt waren es 10 Veranstaltungen im Clubkino Siegmar, im Restaurant Pelzmühle, im Industriemuseum Chemnitz beim Sächsischen Staatspreis für Design 2016 und als Höhepunkt haben wir in diesem Jahr gemeinsam mit dem Küchwaldbühne e.V. unsere Lange Filmnacht mit DDR-Fahrzeugschau und Live-Band auf der Küchwaldbühne durchgeführt. Auch hier senden wir an unsere Partner ein recht herzliches Dankeschön.

Sandro Schmalfuß

 


03.12.2016

 

An der Leipziger Straße in Chemnitz im Jahr 1940

 

Unzählige Fotografien dokumentieren den Fronturlaub Deutscher Soldaten während des Zweiten Weltkrieges. Auch die zu dieser Zeit schon weit verbreitete Schmalfilmtechnik wurde verwandt um das im Kriegsdienst stehende Familienmitglied im Bild festzuhalten. Eine solche Szene der Verabschiedung nach dem Heimaturlaub, zeigt der Schmalfilm aus Chemnitz.

 

Die Aufnahmen entstanden an der Leipziger Straße. Die dichte Bebauung der Hauptverkehrsstraße nahe der Chemnitzer Innenstadt wurde während der Bombenangriffe auf Chemnitz 1945 zerstört, bzw. in der Zeit der DDR und nach 1990 abgerissen.

 

 

Die dem Film vorangestellten Fotografien sind beschriftet mit „Wehrmacht Nachrichten Abt. Kaserne Abfahrt gen Osten Chemnitz-Ebersdorf 1941“. Die Nachrichten-Abteilung 24 der 24. Infanterie-Division der Wehrmacht war seit 1935 in der ehemaligen Friedrich-August-Kaserne in Chemnitz-Ebersdorf stationiert. Während des Zweiten Weltkrieges war die Division ab 1941 im Deutsch-Sowjetischen Krieg eingesetzt.



16.11.2016

 

An der KÖ in Düsseldorf um 1970

 

Die Amateurfilmaufnahmen zeigen Szenen von der Königsallee „KÖ“ im Stadtzentrum von Düsseldorf. Schon um 1970 war die bekannte Einkaufsstraße auch ein Laufsteg für Modebewusste und eine Flaniermeile für Autoliebhaber.

 

 


13.11.2016

 

Weihnachtsmarkt am Alexanderplatz in Ost-Berlin 1982

 

Der nachvertonte Amateurfilm zeigt den Ost-Berliner Weihnachtsmarkt am Alexanderplatz 1982, aufgenommen von einem West-Berliner Besucher.

 

Die Wochenzeitung „Die Zeit“ berichtete in ihrer Ausgabe vom 17. Dezember 1982 über Berliner Weihnachtsmärkte in Ost und West und dem nachlassenden Interesse West-Berliner Besucher am Ost-Berliner Weihnachtsmarkt am Alexanderplatz. Grund dafür war der seit Oktober 1980 geltende erhöhte Zwangsumtausch für West-Berliner Besucher im Ostteil der Stadt. So kostete der Eintritt auf den Weihnachtsmarkt 25 Mark pro Erwachsenem Besucher und 7,50 Mark für sechs- bis fünfzehnjährige Kinder. Für DDR-Bürger war der Eintritt zum Weihnachtsmarkt frei.

 

 

Bei West-Berliner Besuchern galt der Weihnachtsmarkt Ost als besonders kinderfreundlich. Für die Kinder aus dem Westteil der Stadt lag dessen Reiz nicht zuletzt in der Begegnung mit den auch in West-Berlin beliebten Figuren aus dem Kinderfernsehen der DDR: Sandmännchen, Frau Elster und Pittiplatsch. 1982 waren diese aber durch andere Märchenfiguren ersetzt worden. So berichtete „Die Zeit“ damals, dass der Weihnachtsmarkt am „Alex“ nun weitgehend unter Ausschluss der West-Berliner stattfindet.



04.11.2016

 

Ausflug nach Dresden 1973

Die Amateurfilmaufnahmen entstanden während des Besuches einer Karl-Marx-Städter Familie in Dresden 1973. Die Aufnahmen zeigen die Dresdner Innenstadt sowie die Umgebung Dresdens. Der Neuaufbau des Dresdner Stadtzentrums als Sozialistische Stadt war zu dieser Zeit bereits abgeschlossen.

 

Vom Altmarkt führte die Besichtigungstour zur Prager Straße und zur Altstadt. Nach einem Besuch der Elbwiesen mit Blick auf Dresden und einer Dampferfahrt auf der Elbe waren Wachwitz und der Dresdner Fernsehturm ein weiteres Ziel des Ausfluges. Abschließend besuchte die Familie Schloss und Park Pillnitz.

 

 


29.10.2016

 

Besuch auf der Halbinsel Zingst, Mitte der 1950er Jahre

 

Die Filmaufnahmen entstanden während des Urlaubes einer Karl-Marx-Städter Familie auf der Halbinsel Zingst, Mitte der 1950er Jahre. Der Amateurfilmer war Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Foto/Schmalfilm im Kulturbund zur demokratischen Erneuerung Deutschlands und besaß eine 16-mm-Filmkamera.

 

Der Amateurfilm zeigt Aufnahmen aus Stralsund, die Meiningenbrücke zur Halbinsel Zingst, das Grab und das Wohnhaus der Heimatdichterin Martha Müller-Grählert in Zingst, die Harzgewinnung auf Zingst, den Leuchtturm Darßer Ort, den FKK-Strand in Prerow, die Überfahrt zur Insel Hiddensee und den Hafen in Kloster auf Hiddensee.

 



28.10.2016

 

Besuch meiner Heimatstadt Weimar in der DDR

 

Der nachvertonte Amateurfilm zeigt Weimar in der 2. Hälfte der 1970er Jahre. Der Besucher aus der BRD war in Weimar aufgewachsen und hatte als Erinnerung an den Aufenthalt in seiner Heimatstadt den Film angefertigt.

 

 



27.10.2016

 

Besuch im Zoo Frankfurt am Main 1958

 

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges war der Zoo Frankfurt fast vollständig zerstört und sollte am alten Standort dauerhaft geschlossen werden.  U. a. die Initiative des Veterinärmediziners Bernhard Grzimek, der seit dem 1. Mai 1945 Direktor des Zoologischen Gartens war, verhinderte die Schließung.  Grzimek organisierte Aufräumungsarbeiten auf dem Zoogelände und lies Gebäude provisorisch wiederherrichten.  Unter der Bedingung, dass der Zoo ohne die finanzielle Hilfe der Stadtverwaltung auskommt, konnte dieser am 1. Juli 1945 wiedereröffnet werden. Zur Finanzierung des Zoos fanden auf dem Gelände vielfältige Veranstaltungen wie Tanzveranstaltungen, Modenschauen, Eisrevuen und Zirkusveranstaltungen statt, die ein größeres Publikum in den Zoo lockten.

 

Im 100. Jahr seines Bestehens 1958, war der Zoo Frankfurt bereits in der Fläche und mit den Neubauten, Giraffenhaus (1953) und Exotarium (1957) erweitert worden.

 

 

Der zum Teil in Farbe aufgenommene Amateurfilm, zeigt die verschiedenen Anlagen des Zoos Frankfurt, beginnend am Gesellschaftshaus im Palmengarten.

 

 

22.10.2016

 

An der Seebrücke in Sellin auf Rügen 1965

Die Schmalfilmaufnahmen von der Seebrücke in Sellin auf Rügen im Jahr 1965 entstanden während des Urlaubes einer Schülergruppe der Karl-Marx-Oberschule Karl-Marx-Stadt, welche im Touristenlager der Schule im benachbarten Baabe untergebracht war.

 

Die Seebrücke ist das Wahrzeichen des Ostseebades Sellin. Die erste Seebrücke mit Brückenhaus entstand im Jahr 1906. Nach deren Zerstörung durch Eisgang und Brand wurden 1925 eine neue Seebrücke und ein neues Brückenhaus errichtet. Im März 1942 zerstörte starker Eisgang die Seebrücke erneut. Die Plattform mit dem Brückenhaus blieb erhalten.

 

Das im Film dokumentierte Brückenhaus aus den 1920er Jahren blieb über viele Jahrzehnte das Wahrzeichen von Sellin. 1971 zerstörte eine Sturmflut die Strandpromenade und das Brückenhaus wurde wegen Baufälligkeit gesperrt. 1978 wurden die Reste des Bauwerkes abgerissen.

 

  

Ab 1992 errichtete man in mehreren Bauabschnitten eine neue Seebrücke. Der Entwurf für das Brückenhaus orientierte sich an den historischen Vorbildern. 1998 wurde die neue Seebrücke der Öffentlichkeit übergeben.



29.09.2016

 

Mit den ersten modernen Farbfilmen für Amateurfilmer von Kodak und Agfa konnten seit 1936 auch Filmamateure in Farbe filmen. Vermutlich hat das neue Medium auch in Chemnitz eine umfangreiche Anwendung gefunden. Bisher sind Farbfilmaufnahmen aus der Zeit vor 1945 mit einem Chemnitzer Bezug kaum bekannt. Die Farbfilmaufnahmen aus dem heutigen Chemnitzer Stadtteil Harthau sind die erste Veröffentlichung dahingehend.

 

Im Harthau der 1930er Jahre

 

In den 1930er Jahren gehörte Harthau mit über 7.000 Einwohnern zu den bevölkerungsreichsten Chemnitzer Vororten. In dem am Fluss Würschnitz gelegenem Ort waren mehrere große Industriebetriebe ansässig, so Spinnereien, Gießereien und Fabriken für die Herstellung von Geldschränken. Harthau war mit der Spinnerei der Gebrüder Bernhard am Ende des 18. Jahrhunderts der Ausgangspunkt der industriellen Revolution in Sachsen gewesen.

 

Infolge der industriellen Entwicklung des Ortes war das Harthauer Ortsbild geprägt von einer dichten vorstädtischen Bebauung mit Mietshäusern, Villen und Fabriken aus allen Phasen der Entwicklung der Industrie im 19. Jahrhundert. Der landschaftlich schön gelegene Ort hatte aber auch viel von seinem einst dörflichen Bild mit Fachwerkhäusern und Bauernhöfen bewahrt. Mehrere Schulgebäude, zwei Kirchen und das Rathaus waren neben einer Vielzahl von Geschäften der Mittelpunkt des öffentlichen Lebens in Harthau.

  

 

Der Ende der 1930er Jahre teilweise in Farbe aufgenommene Amateurfilm, zeigt familiäre Szenen im Ort, sowie Ortsansichten. Dokumentiert sind u. a. das Harthauer Bad und landwirtschaftliche Arbeiten.

 

Die Fotodokumentation rekonstruiert anhand von Fotografien der 1930er bis 1950er Jahre, das Ortsbild von Harthau vor den Veränderungen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.



18.07.2016

 

Mit über 20.000 Aufrufen gehörte der semiprofessionelle Amateurfilm "WILLKOMMEN IN KARL-MARX-STADT" aus dem Jahr 1983 zu den bisher beliebtesten Filmen im Filmarchiv Chemnitz. Der bisher vorliegenden Kopie fehlte leider die Tonspur. Ein aufmerksamer Zuschauer aus Fulda hat dem Filmarchiv Chemnitz eine Filmrolle mit einer weiteren Kopie des Filmes überlassen. Diese Filmkopie enthält noch die originale Tonspur, so dass aus beiden Filmen der ursprüngliche Film mit Ton rekonstruiert werden konnte.

 

WILLKOMMEN IN KARL-MARX-STADT (Version mit Originalton)

 

Der nachvertonte 16-mm-Farbfilm, entstanden in der Bezirksarbeitsgemeinschaft Amateurfilm Karl-Marx-Stadt, porträtiert die sozialistische Großstadt im Jahr 1983. Neben Stadtansichten werden die Karl-Marx-Städter Industrie und das Erzgebirge gezeigt.

 

Vom Film sind zwei erhaltene Kopien bekannt. Eine Kopie befindet sich im Schloßbergmuseum Chemnitz und eine Kopie mit erhaltener Tonspur im Filmarchiv Chemnitz.

 



04.05.2016

 

Filmaufnahmen aus Chemnitz aus der Zeit vor 1945 sind selten. Der vorgestellte Amateurfilm zeigt Szenen aus Chemnitz wenige Jahre vor der Zerstörung der Stadt.

 

Szenen aus Chemnitz 1940

 

Die 1940 entstandenen Aufnahmen zeigen die Familie des Amateurfilmers in Chemnitz. Die Familienmitglieder nutzen die Straßenbahn als Verkehrsmittel.

Aufnahmeorte waren u. a. die Straßenbahnendstelle in Ebersdorf, die Leipziger Straße, die Hartmannstraße, die Limbacher Straße und die Mittelstraße.

 

 

 
17.04.2016

Die lange Sommerfilmnacht 2016 auf der Küchwaldbühne


am 20.08.2016 ab 19:30 Uhr

Mit Liveband "BUMERANG" und Ost-Party bis Mitternacht, Ost-Küche, Ost-Fahrzeugschau
und Filmnacht ab ca. 21:00 Uhr:

KARL-MARX-STADT EXQUISIT
private Filmschätze aus vier Jahrzehnten

Chemnitz als es Karl-Marx-Stadt war auf 16-mm- und auf 8-mm-Film in schwarz/weiß und in Farbe. Bisher unveröffentlichte private und semiprofesionelle historische Filmaufnahmen aus Chemnitz - KARL-MARX-STADT EXQUISIT in den 1950er bis 1980er Jahren. Zusammengestellt zu einer zweistündigen Film-Schau mit Musik-Hits aus der DDR und Live kommentiert. Eine Sommerfilmnacht mit vielen Erinnerungen im Ambiente der legendären Küchwaldbühne.

Die lange Sommerfilmnacht 2016 vor und nach dem Film mit der Kultband „BUMERANG“, Ost-Party, Ost-Küche und Ost-Fahrzeugschau vor der Küchwaldbühne.

Veranstalter: Filmarchiv Chemnitz und Küchwaldbühne e.V.

400_Die lange Sommerfilmnacht 2016 in der Küchwaldbühne

 

Kartenvorverkauf

 

Vorverkaufsstelle: (ab 9. Mai)

 

Cafe am Schloßplatz   

(EG der Pro Seniore Residenz)

Salzstraße 40

09113 Chemnitz

 

Öffnungszeiten:

täglich 11.00 - 17.00 Uhr

Ferienzeit:       

täglich 14.00 - 17.00 Uhr          

 

Tel: 0371/44469763

 

Vorverkaufsstelle Küchwaldbühne zu Veranstaltungen und Zeiten laut Spielplan an der Tageskasse.

 

Kartenreservierung per E-Mail unter:

Mailva@kuechwaldbuehne.info

 

oder telefonisch unter:        

0173/3174928

 

sowie unter folgendem [Link]

 

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20.03.2016

Wenn's am Schloßteich grünt und blüht

 

Der semiprofessionelle Film: „Wenn’s am Schloßteich grünt und blüht“, entstand ca. 1967 im Filmklub des Handwerks Karl-Marx-Stadt. Der Filmklub war eine Einrichtung der Handwerkskammer Karl-Marx-Stadt.

 

Der auf 16 mm Filmmaterial aufgenommene und nachvertonte Farbfilm, stellt den Karl-Marx-Städter Schloßteich und die Parkanlagen am Schloßteich als Naherholungsgebiet der Stadt vor.

 

632_Reihe Band

 

Das Schloßteichgelände gehörte ursprünglich zum Benediktinerkloster "St. Marien". Der vorletzte Abt des Klosters, Heinrich von Schleinitz, ließ 1493 den Schloßteich als Fischteich für das Kloster anlegen. Nach der Auflösung des Klosters, im Rahmen der Reformation in Sachsen, kamen die Besitzungen des Klosters in das Eigentum der Sächsischen Kurfürsten. Im August 1860 kaufte die Stadt Chemnitz den Teich, die Schloßmühle und die umliegenden Wiesen. Im Laufe des 19. Jahrhunderts wurde das Schloßteichgelände als Parkanlage gestaltet. So entstanden unter anderem eine Promenade, die Schloßteichinsel, das Schloßteichrestaurant und ein Musikpavillon.

 

1847 erhielt die 1840 gegründete „Gondelgesellschaft“ die Erlaubnis, Boote über den Schloßteich zu steuern. Eine erste Gondelstation wurde 1874 errichtet. Am 12. Juli 1959 startete das Motorboot „Einheit“ zu Rundfahrten über den Schlossteich. Aus Anlass des in Karl-Marx-Stadt stattfindenden V. Pioniertreffens wurde das Motorboot 1964 in „Thälmann Pionier“ umbenannt.

 

 

Infolge der Weltwirtschaftskrise ging die ehemalige Hartmannsche Maschinenfabrik, die sich nahe dem Schloßteich befand, in Konkurs. 1933 kaufte die Stadt den größten Teil des Fabrikgeländes und ließ es bis 1938 nach den Plänen von Stadtbaurat Fred Otto zu den „Neuen Schloßteichanlagen“ umgestalten.  In das Ensemble des neu gebauten Leuchtbrunnens wurde die Statuengruppe „Vier Tageszeiten“ von Johannes Schilling integriert.

 

1914 errichtete die 1. Gesellschaft für Milchausschank das „Milchhäuschen“ am Schloßteich. Das Angebot der Lokalität wurde später erweitert. Nach langjährigem Verfall in der DDR wurde das Gebäude 1997 neu errichtet und als Café eröffnet.

 


06.02.2016

 

Das Letzte Pioniertreffen der Pionierorganisation „Ernst Thälmann“ wurde vom 14. – 21. August 1988 in Karl-Marx-Stadt durchgeführt. Für viele der damaligen Teilnehmer ist das VIII. Pioniertreffen in Karl-Marx-Stadt eine schöne Erinnerung geblieben. Mit zwei Schmalfilmen und über 100 Fotografien, zeigt das Filmarchiv Chemnitz, die erste größere Dokumentation des Ereignisses.

 

Das letzte Pioniertreffen

 

Die Pionierorganisation „Ernst Thälmann“ war in der Deutschen Demokratischen Republik die politische Massenorganisation für Kinder. Seit den 1960er Jahren gehörten dieser fast alle Schüler, vom ersten bis zum siebten, Schuljahr als Jung- oder Thälmannpioniere an.

 

In unregelmäßigen Abständen fanden von 1952 bis 1988 insgesamt acht zentrale Pioniertreffen, in verschiedenen Städten der DDR, statt. Das Letzte vom 14. – 21. August 1988 in Karl-Marx-Stadt. Bereits 1964 hatte das V. Pioniertreffen in Karl-Marx-Stadt stattgefunden.

 

Das VIII. Pioniertreffen begann am Sonntag, dem 14. August 1988, mit einem Friedensmeeting an der Talsperre Sosa, welches einen dreitägigen Friedensmarsch der Pioniere durch den Gastgeberbezirk einleitete. Mit der Eröffnungsveranstaltung „Geh voran Pionier!“ im Ernst-Thälmann-Stadion wurde das Pioniertreffen am darauffolgenden Mittwoch in Karl-Marx-Stadt eröffnet. In den folgenden Tagen fanden im Stadtzentrum und der ganzen Stadt Veranstaltungen, u. a. in den Bezirkszentren und auf Freilichtbühnen, statt. Das Stadtzentrum war als Festmeile mit unzähligen Ständen für Freizeitaktivitäten der Pioniere gestaltet. Über das Pioniertreffen berichtete das Fernsehen der DDR mit Fernsehsendungen Live.

 

 

Der Amateurfilm zeigt Aufnahmen aus dem Stadtzentrum kurz vor der Pionierdemonstration am 20. August 1988, die unter dem Motto „An der Seite Genossen – Immer bereit!“, in der Karl-Marx-Allee stattfand. Auf den Film folgt eine umfangreiche Fotodokumentation des Pioniertreffens.

 

Am Abend des 20. August endete das VIII. Pioniertreffen mit der Abschlussveranstaltung „Wir sagen Dankeschön!“ im Park der Jugend am Schloßteich.

 

 

Tag der Familie mit unserem Pionier

 

Im Rahmen des VIII. Pioniertreffens in Karl-Marx-Stadt fand am 19. August 1988 der Tag der Familie statt. Die Amateurfilmaufnahmen entstanden an der Kurt-Schneider-Oberschule im Wohngebiet Fritz Heckert.

 

„Unser Pionier“ war während des Pioniertreffens Gast in der Wohnung des Amateurfilmers. In Karl-Marx-Stadt wurden während des Pioniertreffens ca. 15.000 Privatquartiere für die am Pioniertreffen teilnehmenden Thälmannpioniere kostenlos bereitgestellt. Die Unterbringung der Pioniere erfolgte bevorzugt im Umfeld von Leitschulen.

 

In der Konzeption für die Gewinnung und Nutzung der Gemeinschafts- und Privatquartiere für das VIII. Pioniertreffens heißt es: „Mit der Quartiersgewinnung ist besonders durchzusetzen, daß das Motiv aller gesellschaftlichen Kräfte des Bezirkes „Wir wollen gute Gastgeber sein“ von den Thälmannpionieren der Republik, ihren ausländischen Freunden und Gästen in allen Gemeinschafts- und Privatquartieren erlebt wird.“

 

Zur Motivation wurde ein Wettbewerb „Bester Gastgeber-Wohnbezirk“ und „Beste Gastgeberhausgemeinschaft“ durchgeführt.

 

 

In und um Karl-Marx-Stadt wurden für das Pioniertreffen weitere ca. 50.000 Gemeinschaftsquartiere für die Teilnehmer des Pioniertreffens, für die Gäste, für die internationalen Teilnehmer, für Journalisten, Leistungskater, Gruppenleiter, die künstlerischen Ensemble, Berufs- und Laienkünstler, für Hilfs- und Sicherheitskräfte und für die Teilnehmer des Friedensmarsches bereitgestellt.

 

 

28.11.2015

 

Weihnachtsmarkt und Chipfabrik

Die Amateurfilmaufnahmen zeigen den Weihnachtsmarkt in Karl-Marx-Stadt im Jahr 1988 sowie die Baustelle eines Werks zur Herstellung von Mikroelektronik an der Otto-Grotewohl-Straße, das spätere „Conti-Loch“.

 

 



03.10.2015

 

Clubkino Siegmar, 22. Oktober 2015

18:00 Uhr + 20:45 Uhr Großer Saal

Zwei Vorstellungen

 

14. Chemnitzer Dokfilmwoche

 

Die Lange Filmnacht 2015

Als Sozialismus war … Chemnitz in den 60er Jahren

Mit Live-Moderation

 

Chemnitz in den 60er Jahren - Karl-Marx-Stadt in den 60er Jahren - Kein Woodstock, keine Studentenbewegung, keine Kommune, kein „Karl-Marx-Städter Frühling“ … Was war los im Jahrzehnt des "Summer of Love" in der viertgrößten Stadt der DDR?

 

Zwischen Rosenhof und Straße der Nationen – zwischen Kaffee Moskau und Tanzbar Kosmos – Sozialismus an der Chemnitz. In 17, größtenteils bisher noch nie gezeigten Amateurfilmen zeichnet das Filmarchiv Chemnitz im Clubkino Siegmar in einer Jahreschronik mit Live-Moderation, das aktivste Jahrzehnt der Stadt Chemnitz nach als sie Karl-Marx-Stadt war. Wiederaufbau der Innenstadt, Straßenbahnumspurung, verliebt sein am Schloßteich, Abriss des Johanniskirchviertels, Hochzeit auf dem Sonnenberg, Empfang für Gaby Seyfert, Betriebsausflug nach Dresden u.v.m. in schwarz-weiß und in Farbe, ergänzt durch eigens für die Veranstaltung aufgearbeitete, erstmals veröffentlichte Farbfotografien.

 

Eine Zeitreise in das bunte Jahrzehnt, das Chemnitz nachhaltig geprägt hat.

 

Karten können eine Woche vor der Veranstaltung im Clubkino Siegmar vorbestellt werden:

 

Clubkino Siegmar

Zwickauer Straße 425

09117 Chemnitz

 

Tel: 0371-851971 / tägl. ab 16.00 Uhr

Fax: 0371-8102146

E-Mail: clubkino@gmx.de

 

 

22.09.2015

 

Wiedersehen mit KARL-MARX-STADT 1964

 

Das Wiedersehen einer ehemaligen Chemnitzerin mit ihrer Tochter und der Heimatstadt war Anlass für die Produktion des Amateurfilms „Wiedersehen mit Karl-Marx-Stadt 1964“. Der Besuch aus Saarbrücken hielt auf 8 mm - Schmalfilm Unternehmungen der Familie und Ansichten der Stadt fest. Dabei fand insbesondere das spezifisch „sozialistische“ an der Stadt das Interesse. So entstand ein Porträt von Karl-Marx-Stadt im Jahr 1964 aus westdeutscher Sicht.

 

 

Der Film ist auf hochwertigem Material aufgenommen und zu Beginn und am Ende mit Animationen versehen.

 


11.09.2015

 

Mit dem 311er nach Stuttgart

 

Stuttgart 1960, vermutlich aus der Perspektive ostdeutscher Besucher. Der Amateurfilmer zeichnet den Besuch mit der Familie in Stuttgart, Villingen, Ludwigsburg und Leimen auf. Zum Besichtigungsprogramm in Stuttgart gehören dabei u. a. die Innenstadt, ein Besuch des Fernsehturms und eine Hafenrundfahrt. Besonderes Interesse finden die Auslagen der Geschäfte und die Automodelle.

 

In einer Szene wird die Fahrt eines in den Straßen Stuttgarts sonst selten zu sehenden ostdeutschen PKW Wartburg 311 mit der Kamera verfolgt.

 

 

 

Der in der Länge umfangreiche Amateurfilm ist mit einem selbst produziertem Titel und Zwischentiteln ergänzt.

 

 

19.08.2015

Modenschau im Garten

 

Vor dem Hintergrund einer Modenschau entstanden Mitte der 1950er Jahre im Garten eines Mehrfamilienhauses an der Lengefelder Straße im Stadtteil Altchemnitz, 16-mm-Farbfilmaufnahmen der Familienmitglieder einer Zahnarztfamilie.

 



10.08.2015

 

Die Abschlussveranstaltung anlässlich der Einweihung des Pavillons der Deutsch-Sowjetischen Freundschaft

 

Am 20. Dezember 1952 wurde in Chemnitz der Pavillon der Deutsch-Sowjetischen Freundschaft eingeweiht. Der markante Rundbau, mit dem Roten Stern, an der Ecke Dresdner und Augustusburger Straße, war in 52 Tagen Bauzeit als Ausdruck der Freundschaft zur Sowjetunion und deren Führer nach dem Modell ähnlicher Bauwerke in anderen Städten der DDR errichtet worden.

 

Nach dem Tod Stalins im März 1953, verlor der ursprüngliche Nutzungszweck an Bedeutung und der Pavillon diente Ausstellungszwecken. Ab 1968 war darin das Berufsberatungszentrum für die Schüler der Stadt eingerichtet. lm Herbst 1975 wurde der Pavillon im Zuge der Umgestaltung des Karl-Marx-Städter Stadtzentrums gesprengt.

 

 

Die 16-mm-Filmaufnahmen, aufgenommen von Mitgliedern der Arbeitsgemeinschaft Foto/Schmalfilm im Kulturbund zur Demokratischen Erneuerung Deutschlands/Chemnitz, zeigen die Abschlussveranstaltung anlässlich der Einweihung des Pavillons mit Sängern des Opernhauses Chemnitz.



28.07.2015

 

Zoom 1986

 

Wolf Rainer Kratzsch, 1986 Inhaber des traditionsreichen Fotofachhandels Kratzsch in der Ladenzeile im Rathaus Karl-Marx-Stadt, filmt im September 1986 das Aufheben der historischen Turmhaube auf den Hohen Turm hinter dem Alten Rathaus und im Dezember den Weihnachtsmarkt Karl-Marx-Stadt. In den Wochen dazwischen nimmt er nachfolgende Szenen am Rathaus, an der Inneren Klosterstraße und am Rosenhof auf.

 

 

Die neue Schmalfilmkamera, die Wolf Rainer Kratzsch verwendet, verfügt über eine Zoom-Funktion, die er bei diesen Aufnahmen testet.

 

 

17.07.2015

 

"DAS WAR KARL-MARX-STADT" - Die DVD

 

Zur beliebten Veranstaltungsreihe "DAS WAR KARL-MARX-STADT - Die lange Filmnacht der Erinnerungen" gibt es jetzt auch eine DVD. Sie finden die Informationen dazu im Menüpunkt "DVD".

 

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16.07.2015

 

Die RAWEMA RALLYE

 

In den Betrieben (Unternehmen) der DDR waren gemeinsame Freizeitaktivitäten der Angestellten üblich. In der Regel gehörten zu jedem Betrieb auch Freizeitzirkel/Arbeitsgemeinschaften. Üblich waren auch gemeinsame Tagesreisen der Kollegen.

 

Der Amateur-Schmalfilm zeigt eine Tagesausfahrt von Kollegen des VEB RAWEMA Karl-Marx-Stadt.

 

 

 

11.07.2015

 

Machterhalt

 

Am Sonntag, dem 12. November 1989 hält die SED vor dem Karl-Marx-Monument eine Kundgebung zur Neukonstituierung der Bezirksleitung Karl-Marx-Stadt ab.

 

Am 11. November war Dr. Norbert Kertscher bisher Erster Sekretär der Kreisleitung Hohenstein-Ernstthal auf einer außerordentlichen Tagung der Bezirksleitung als Nachfolger von Siegfried Lorenz zum neuen Ersten Sekretär der Bezirksleitung Karl-Marx-Stadt gewählt worden.

 

 

Der Amateurfilmer zeigt zu Beginn der Aufnahmen einen Ausschnitt aus dem Gedicht „Lob der Partei“ von Berthold Brecht am Skulpturenensemble an der Karl-Marx-Allee (Brückenstraße) - „Der Einzelne kann vernichtet werden, Aber die Partei kann nicht vernichtet werden“.



27.06.2015

 

"Nischlgasse"

 

Die Amateurfilmaufnahmen, aufgenommen ca. 1977 aus einer Wohnung an der Wilhelm-Pieck-Straße (Theaterstraße) im Karl-Marx-Städter Stadtzentrum, zeigen den Demonstrationszug zum Ersten Mai. Am Ende der Karl-Marx-Allee, vor dem Interhotel „Kongress“ löst sich der Demonstrationszug auf.

 

 

Die ehemalige Aufmarschstraße Karl-Marx-Allee (Brückenstraße) am Karl-Marx-Monument erhielt im Volksmund die Bezeichnung „Nischlgasse“.



19.06.2015

 

Abfahrt Jägerstraße

 

Mitte der 1950er Jahre bestand das Viertel zwischen der Freiberger Straße und der Dresdner Straße infolge der Kriegsschäden baulich nur noch aus wenigen Gebäuden. Diese bilden die Kulisse für die 16 mm - Filmaufnahmen von der Abfahrt einer Ausflugsgesellschaft mit dem Bus ab der Jägerstraße.

 

 


14.06.2015

 

Szenen aus Berlin

 

Die um 1950 entstandenen Aufnahmen aus Berlin zeigen u.a. den Alexanderplatz, den Tiergarten und die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche.

 



13.06.2015

 

Filmnächte auf dem Theaterplatz 2015

26. August 2015, 20:00 Uhr

 

Als Sozialismus war … Chemnitz in den 60er Jahren

Mit dem Filmarchiv Chemnitz

 

Chemnitz in den 60er Jahren – Karl-Marx-Stadt in den 60er Jahren - Kein Woodstock, keine Studentenbewegung, keine Kommune, kein „Karl-Marx-Städter Frühling“ … Was war los im Jahrzehnt des "Summer of Love" in der viertgrößten Stadt der DDR?

 

Zwischen Rosenhof und Straße der Nationen – zwischen Kaffee Moskau und Tanzbar Kosmos – Sozialismus an der Chemnitz. In 17, größtenteils bisher noch nie gezeigten Amateurfilmen zeichnet das Filmarchiv Chemnitz am 26. August 2015 zu den Filmnächten auf dem Theaterplatz in einer Jahreschronik mit Live-Moderation das aktivste Jahrzehnt der Stadt Chemnitz nach als sie Karl-Marx-Stadt war. Wiederaufbau der Innenstadt, Straßenbahnumspurung, verliebt sein am Schloßteich, Abriss des Johanniskirchviertels, Hochzeit auf dem Sonnenberg, Empfang für Gaby Seyfert, Betriebsausflug nach Dresden u.v.m. in schwarz-weiß und in Farbe, ergänzt durch eigens für die Veranstaltung aufgearbeitete, erstmals veröffentlichte Farbfotografien.

 

Eine Zeitreise in das bunte Jahrzehnt, das Chemnitz nachhaltig geprägt hat.

 

Jörg Polenz, Geschäftsführer der PAN GmbH in Dresden freut sich über die Fortführung der Kooperation mit dem Filmarchiv Chemnitz und auf einen anregenden und entspannten Abend am 26. August auf dem Theaterplatz in Chemnitz.

 

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Als Sozialismus war … Chemnitz in den 60er Jahren

115 Min. mit Live-Moderation

 

26. August 2015, Beginn: 20:00 Uhr, Einlass: 19:30 Uhr

Theaterplatz Chemnitz

 

Karten über die Homepage der Filmnächte auf dem Theaterplatz sowie an der Abendkasse.

 

www.filmarchiv-chemnitz.de

www.chemnitz.filmnaechte.de

 


10.06.2015

 

Flussbad Altchemnitz

Das am 1. September 1922 eröffnete städtische Fluss-, Luft-, Sonnen- und Schwimmbad an der Chemnitz war über Jahrzehnte eines der am meistbesuchten Freibäder der Stadt Chemnitz. Es galt zur Zeit der Eröffnung als die schönste und modernste Badeanlage in der näheren und weiteren Umgebung.

 

 

1926 wurde das vom Chemnitzer Stadtbaurat Fred Otto im Heimatstil entworfene Wirtschaftsgebäude mit Sanitätsraum, drei Wohnungen und der Möglichkeit der Kleiderabgabe für 1200 Personen fertig gestellt und bis 1928, zusätzlich zur Bademöglichkeit in der Chemnitz, ein Schwimmbecken in der Größe von 20 x 50 Metern, sowie ein separates Planschbecken gebaut. In späteren Jahren erhielt das Freibad u.a. auch einen Spielplatz, eine Großschachanlage und ein Volleyballfeld.

 

Am 22. Juni 1930 stürzte die über die Chemnitz führende Fußgängerbrücke des Flussbades ein, wobei über 100 Badegäste zum Teil schwer verletzt wurden.

 

Infolge des Hochwassers vom August 2002, das irreparable Schäden am Bad hinterließ und den zeitgleichen Bemühungen der Stadtverwaltung, die Wasserflächen in den städtischen Hallen- und Freibädern dem Bedarf anzupassen, entschied der Stadtrat der Stadt Chemnitz, das Flussbad Altchemnitz ab 2003 nicht wieder in Betrieb zu nehmen und zurückzubauen.

 

Die 16-mm-Amateurfilmaufnahmen zeigen Badegäste im Bad Anfang der 1950er Jahre.

 


04.06.2015

 

Die Kosmos-Ausstellung der Akademie der Wissenschaften der UdSSR

 

Die Ausstellung fand vom 4. September - 10. Oktober 1971 statt. Veranstaltungsort waren die beiden Messehallen am Schloßteich. Die Bezirksstadt wurde alleiniger Austragungsort einer bedeutenden Ausstellung sowjetischer Raumfahrtechnik. Die Ausstellung präsentierte Original-Technik, wie eine Raumschiff-Landekapsel, eine Orbitalstation, Satelliten u.a.m. Daneben gab es Funktionsmodelle des Mondmobil "Lunochod I" und den Start einer Rakete auf dem Weltraumbahnhof Baikonur zu sehen. In den fünf Wochen der Ausstellung besuchten nach Angaben des SED-Zentralorgans "Neues Deutschland" (vom 10.10.1971) über 500.000 Menschen die Exposition. Viele der Besucher kamen als organisierte Gruppen (Schulen, Arbeitskollektive) aber auch bei lndividualbesuchern erfreute sich die Schau sowjetischer Raumfahrttechnik regen Interesses. Die meisten Ausstellungsbesucher stammten aus dem Bezirk Karl-Marx-Stadt aber auch aus den Nachbarbezirken Dresden, Leipzig und Gera sowie aus der gesamten DDR reiste das Publikum an. Zur Ausstellung wurde von der zuständigen Arbeitsgruppe des Rates des Bezirkes Karl-Marx-Stadt am 13. Oktober 1971 ein Abschlussbericht verfasst, der im heutigen Stadtarchiv erhalten ist. Danach wurden 50 Sonderzüge der Deutschen Reichsbahn zur Ausstellung eingesetzt, die von 40.000 Personen genutzt wurden. Weiterhin vermeldete der Bericht rund 100.000 Besucher, die mit regulären Zügen anreisten, darunter 1.709 angemeldete Gruppen.

 

 

Kritische Anmerkungen zur Ausstellung bezogen sich vor allem darauf, dass die vollständige Aufnahme und das geistiges Verarbeiten des Gezeigten für viele Besucher wegen des Andrangs nicht möglich war. Abschließend konstatierten die Berichterstatter, dass das politische Ziel der Ausstellung aufgegangen sei, die Entwicklung des Bruderlandes Sowjetunion „vom Bastschuh zur führenden Wissenschaftsnation“ zu demonstrieren und die Freundschaft zwischen DDR und UdSSR zu stärken. Auch unabhängig von den ideologischen Zielstellungen verzeichnete Karl-Marx-Stadt 1971 mit der Ausstellung ein kulturell einmaliges Ereignis mit Bedeutung für die gesamte DDR und darüber hinaus.



16.04.2015

 

Am Flughafen

 

Die 16-mm-Farbfilmaufnahmen, entstanden im Jahr 1954, zeigen eine Familie mit ihrem Motorradgespann. Im Hintergrund ist das Flughafengebäude an der Stollberger Straße zu sehen.

Zum Zeitpunkt der Aufnahmen nutzten die Segelflieger der Gesellschaft für Sport und Technik (GST) den ehemaligen Chemnitzer Flughafen. Dieser war am 4. Mai 1926 eröffnet wurden. Im regelmäßigen Flugverkehr konnte man von Chemnitz über die Stationen Plauen, Leipzig und Prag über das Flugnetz Ziele in ganz Deutschland und Europa erreichen. Der Flugplatz wurde auch für flugsportliche Aktivitäten genutzt. Seit 1936 befand sich auf dem Flughafen eine Fliegerschule. Am 24. Juli 1937 endete mit einer Unterbrechung 1939 der regelmäßige Linienverkehr. Nach dem Kriegsende waren sowjetische Militärflugzeuge auf dem Flughafen stationiert.

 

 

 

Am 3. Mai 1958 erfolgte die Wiedereröffnung des zivilen Luftverkehrs auf dem Flughafen Karl-Marx-Stadt. Bis 1962 flog die Deutsche Lufthansa der DDR den Flughafen im regelmäßigen Liniendienst an. Danach wurde der Flughafen bis zu dessen Neubau in Jahnsdorf weiter von der GST genutzt.

 

Ab Anfang der 1970er Jahre entstand auf dem ehemaligen Flughafengelände ein Wohngebiet.

 


31.03.2015

 

Veranstaltungshinweis:

 

12. September 2015, 15:30 Uhr

 

"Vom alten Harthau bis zur Marx-Enthüllung"

Eine Zeitreise mit dem Filmarchiv Chemnitz


Mit Sandro Schmalfuß und Manfred Walther

Veranstaltet von der Heimatsammlung Harthau. Mit Imbissangebot.

 

Alte Kirche Harthau

Kirchsteig 1

09125 Chemnitz

 

www.harthau-heimatsammlung.de


Eintritt frei. Um Spenden für das Veranstaltungszentrum "Alte Kirche Harthau" wird gebeten.

 

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27.02.2015

 

Die Enthüllung des Karl-Marx-Monuments

 

Vor ca. 300.000 Zuschauern wurde am 9. Oktober 1971 im Stadtzentrum von Karl-Marx-Stadt im Rahmen einer propagandistisch inszenierten Veranstaltung, die Monumental-Bronzebüste von Karl Marx enthüllt. An der Veranstaltung nahmen auf einer neben dem Monument aufgebauten Tribüne zahlreiche Ehrengäste teil, so die Unions- und Republikministerin für Volksbildung (Kultur) in der UdSSR Jekaterina A. Furzewa und Lew J. Kerbel, der Bildhauer der Büste. Die Rede zur Enthüllung des Karl-Marx-Monuments hielt der Erste Sekretär des Zentralkomitees der SED, Erich Honecker.

 

 

Der teilweise vertonte 16-mm-Film wurde vom Filmklub des Handwerks Karl-Marx-Stadt angefertigt. Im zweiten Teil der Präsentation sind die im fertigen Film nicht verwendeten Aufnahmen zu sehen.



12.02.2015

 

Letzte Schmalspur - Straßenbahnen in Karl-Marx-Stadt

 

Die Fotodokumentation von Jens-Uwe Köhler aus den 1980er Jahren, zu finden in der Galerie unter diesem [Link], zeigt die letzten Schmalspur - Straßenbahnen im Karl-Marx-Städter Stadtbild.

 

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Abfahrt von der Zentralhaltestelle in Richtung Sporthochhaus

 

 

12.02.2015

 

Neu im Bestand des Filmarchiv Chemnitz

 

Das Filmarchiv Chemnitz konnte kürzlich mehrere Serien von Filmzwischentiteln, die in den 1950er Jahren bei Amateurfilmproduktionen von Mitgliedern des Kulturbundes der DDR, Karl-Marx-Stadt verwendet wurden, erwerben. Die Zwischentitel sowie andere Materialien aus dem Kulturbund werden zukünftig auf unserer Homepage zu sehen sein.

 

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11.02.2015

 

Mein Mädchen & Karl-Marx-Stadt

 

Die Amateurfilmaufnahmen entstanden 1967 bei einem Spaziergang und zeigen vor dem Hintergrund der Stadt die Freundin des Amateurfilmers.

 

Stationen des Spaziergangs waren der Schloßteich, das Kellerhaus, die Schloßkirche, der Rote Turm und das Neumühlenwehr.

 

 


10.02.2015

 

VIII. Pioniertreffen, 14. - 20.08.1988 in Karl-Marx-Stadt

 

Zum Pioniertreffen 1988 in Karl-Marx-Stadt veröffentlichen wir eine Diaserie, aufgenommen von Jens-Uwe Köhler. Zu diesem Pioniertreffen, wie auch zum V. Pioniertreffen 1964 in Karl-Marx-Stadt sucht das Filmarchiv Chemnitz Schmalfilmaufnahmen.

 

Die Galerie mit den Dias finden Sie hier: [Link]

 

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Das Bezirkszentrum Karl-Marx-Stadt auf dem Pioniertreffen

 

 

31.01.2015

 

Hochwasser in Karl-Marx-Stadt 1954

 

Starke Niederschläge führen im Juli 1954 in Karl-Marx-Stadt und in anderen Städten und Gemeinden der Umgebung zu einem Hochwasser. Am 10. Juli erreicht die Chemnitz einen Wasserstand von 3,85 m und eine Strömungsgeschwindigkeit von 60 km/h. Mit einer teilweisen Breite von 400 Metern überflutet die Chemnitz Teile der Innenstadt und angrenzende Viertel. In den Straßen steht das Wasser bis zu 1,50 m hoch. Fritz-Heckert-Platz, Brühl, das Viertel an der Ernst-Thälmann-Straße stehen unter Wasser. In Harthau, wo die Würschnitz über die Ufer getreten ist, müssen die Menschen mit Booten aus den Häusern gerettet werden.

 

 

Die beiden Filmdokumente zeigen das Hochwasser 1954 in Karl-Marx-Stadt auf 16-mm- und auf 8-mm-Film.

 


07.01.2015

 

"Aschenputtel des Ostens"

 

Zwei Jahre nach der Rückbenennung der Stadt, zeigt sich die Chemnitzer Innenstadt noch als Karl-Marx-Städter Stadtzentrum wie es Anfang der 1970er Jahre unvollendet geblieben war. Die modernen Gebäude, mit denen das Stadtzentrum einst neu gebaut wurde, sind grau geworden.

  

 

1992 heißt der Oberbürgermeister Joachim Pilz und es verstellt noch kein Kaufhaus den weiten Blick auf den Rathauskomplex. Über den Markt läuft man auf Asphalt zum „Türmer“ und zum Rosenhof, Touristen informieren sich am Roten Turm in der „Information“ über die Stadt und durch den Fußgängertunnel erreicht man vom Markt den neuen Kaufhof an der Bahnhofstraße. Dort grüßen vom Sonnenberg die Zwillingstürme der Markuskirche mit grünem Kupferdach den Supermarkt von Lidl an der Johanniskirche und der Rohbau des geplanten Textima-Kombinates für Mikroelektronik füllt noch das Arial das später als „Contiloch“ bekannt wird.

 

In dieser Zeit nennt der Spiegel Chemnitz „Aschenputtel des Ostens“.

 

 

23.12.2014

 

Ost-Berlin und Sanssouci 1966

 

Die Amateurfilmaufnahmen zeigen den Besuch einer Karl-Marx-Städter Familie in Ost-Berlin und im Park Sanssouci im Jahr 1966.

 

Zu sehen sind das Brandenburger Tor, das Reichstagsgebäude, die Berliner Mauer, das Hotel Adlon, der Pariser Platz, Park und Schloss Sanssouci.

 

 

 

28.11.2014

Weihnachtsmarkt Karl-Marx-Stadt

 

Der Amateurfilm zeigt den Weihnachtsmarkt in Karl-Marx-Stadt im Jahr 1986.

 

Der Karl-Marx-Städter Weihnachtsmarkt fand auf dem Volksfestplatz an der Helmut-Just-Straße (Hartmannplatz), später vor und im Umfeld des Rathauses statt. Eröffnet wurde der Weihnachtsmarkt durch den Weihnachtsmann, der zuvor von einem Bürgermeister, oder dessen Vertreter die Amtsgewalt dafür bekam. Im Rahmen des Weihnachtsmarktes fanden vielfältige Veranstaltungen statt, so seit 1979 die große Bergparade der erzgebirgischen Bergbrüderschaften.

 

 

Zum Weihnachtsmarkt 1986 war das erste Mal die 12,80 m hohe Weihnachtspyramide, die vom Zirkel Holzgestaltung des Geologischen Betriebes der SDAG Wismut und dem Schnitzzirkel des VEB Großdrehmaschinenbau 8. Mai Karl-Marx-Stadt unter der Leitung von Herrn Roland Nestler gebaut worden war, zu sehen.

 


25.11.2014

 

Altbauten im Stadtzentrum

 

Bis Ende der 1960er Jahre fanden sich mit den Gebäudeensembles im Bereich der Johanniskirche und den Straßenzügen oberhalb der Brückenstraße im Karl-Marx-Städter Stadtzentrum noch Fragmente der ehemaligen Chemnitzer Innenstadt. Diese verschwanden bis Anfang der 1970er Jahre mit dem Aufbau des neuen Stadtzentrums vollständig.

 


 

1959 stimmte das Politbüro des Zentralkomitees der SED einer konzeptionellen Planung für den Neubau des Stadtzentrums Karl-Marx-Stadt zu. Diese sah im Bereich der erhaltenen Altbauten, Neubauten bzw. Verkehrswege vor. So entstand z. B. im Bereich der Gartenstraße das Haus der Staatsorgane und das Karl-Marx-Denkmal und im Bereich der Altbauten an der Johanniskirche der Kreuzungsbereich Otto-Grotewohl-Straße (Bahnhofstraße)/Augustusburger Straße. Die Durchführung der beschlossenen städtebaulichen Planungen kontrollierte das Institut für Städtebau und Architektur der Bauakademie der DDR. Das dem Ministerrat der DDR unterstellte Gremium besuchte Karl-Marx-Stadt mehrmals im Jahr.

Mit dem Fortschreiten des Aufbaus der Gebäude an der Straße der Nationen, drängte Hermann Henselmann, stellvertretender Direktor des Instituts, zur Umsetzung des Abbruchs der Altbauten an der Gartenstraße und an der Zimmerstraße.

 

Einer Klage des Eigners des Kaufhauses Hochmuth & Co., Gartenstraße 3, gegen den Abbruch, wurde nicht stattgegeben.

 

 

12.11.2014

 

Aufheben der Turmhaube auf den Hohen Turm

 

Am 26. September 1986 hob ein Mobildrehkran die mehr als 20 Tonnen schwere und 23 Meter hohe, im Sommer 1986 auf dem Marktplatz rekonstruierte barocke Turmhaube an ihren Platz auf den Hohen Turm hinter dem Alten Rathaus. Mit dem Aufsetzen der Turmhaube war die über 30 Jahre unterbrochene Rekonstruktion des im Zweiten Weltkrieg zerstörten historischen Hohen Turms vollendet.

 

 

Der vermutlich ab Mitte des 12. Jahrhunderts als Beobachtungs- und Wohnturm gebaute und später als Glockenturm der Stadt- und Marktkirche St. Jakobi zu Chemnitz genutzte Turm brannte beim Bombenangriff auf Chemnitz am 5. März 1945 aus und stürzte in Folge der Schäden ein knappes Jahr später in der Nacht vom 3. zum 4. Februar 1946 ein. Die Ruine wurde wenige Tage nach dem Einsturz gesprengt. Der im Zuge des Wiederaufbaus des ebenfalls zerstörten Alten Rathauses zur Vervollständigung der Silhouette des Rathausensembles notwendige Wiederaufbau des Hohen Turms wurde von der Stadt bis 1950 durchgeführt. Dabei endeten die Arbeiten am Hohen Turm unterhalb des ehemaligen Achteckgeschosses und wurden mit dessen Neubau erst 1986 fortgeführt.

 

 

08.10.2014

 

"Neues Zentrum – neue Linien"

 

Anfang der 1960er Jahre begann die zweite Phase der Aufbaumaßnahmen im Karl-Marx-Städter Stadtzentrum. Die Baumaßnahmen berührten auch die Verkehrswege. Die bis dato noch genutzten Straßenzüge des alten Chemnitzer Stadtzentrums wichen einer generell neuen Straßenstruktur. In Folge dessen wurden auch die Linienführungen der Straßenbahnen im Stadtzentrum verändert.

 

Die Filmaufnahmen aus dem Jahr 1962 zeigen die alten Linienführungen der Straßenbahnen am ehemaligen Johannisplatz, in der Brückenstraße und in der ehemaligen Äußeren Klosterstraße.

 

 

Die Farb-Dias vom Herbst 1967 veranschaulichen die städtebauliche Situation vor dem Bau der Otto-Grotewohl-Straße/Bahnhofstraße zwischen Augustusburger Straße und Fritz-Heckert-Platz/Falkeplatz.



25.09.2014

 

Der Kegelausflug

 

Der Anfang der 1930er Jahre aufgenommene 16-mm-Film zeigt den Kegelausflug der Zahnärzte aus Chemnitz und Umgebung: Lehm, Espig, Rubin, Zaspel, Wieland, Triebsee, Konrad und Eberhardt mit Anhang nach Jöhstadt.

 

Die Szene zu Beginn des Films entstand an der Moritzstraße in der Chemnitzer Innenstadt vor dem Kaufmännischen Vereinshaus. Im Hintergrund ist das Warenhaus Tietz zu sehen.

 

 

 

20.08.2014

 

Mit Westbesuch am Rosenhof

 

Die Amateurfilmaufnahmen aus dem Jahr 1970 zeigen eine Karl-Marx-Städter Familie mit Gästen aus Hamburg beim Besuch der Einkaufsstraße "Rosenhof" in der Karl-Marx-Städter Innenstadt. Die Aufnahmen im Café entstanden vor der "Tanzbar Kosmos" am Rosenhof.

 

 

 


12.08.2014

 

Die Landung des Luftschiffs "Graf Zeppelin" in Chemnitz

 

Am 16. November 1930 startet um 7:20 Uhr in Friedrichshafen das legendäre Luftschiff LZ 127 "Graf Zeppelin" zu seiner Landungsfahrt nach Chemnitz. Nach dreieinhalbstündiger Fahrt erreicht es die Stadt und schwebt um 11:00 Uhr über dem Flughafen an der Stollberger Straße. Dort landet "Graf Zeppelin", nachdem er noch eine Schleife über der Stadt gedreht hat, um 11:28 Uhr.

 

Das berühmte Luftschiff, das ein Jahr zuvor die Welt umfahren hatte, wird in Chemnitz begeistert empfangen. Zehntausende Menschen stehen in den Straßen und auf den Dächern, um "Graf Zeppelin" zu sehen. Nach ca. 20 Minuten Aufenthalt startet das Luftschiff zur Rückfahrt.

 

Der 16-mm-Film zeigt die Ankunft und den Empfang der "Graf Zeppelin" auf dem Flughafen Chemnitz, die Begrüßung Dr. Hugo Eckeners, dem Direktor der Deutschen Luftschiffahrts-Aktiengesellschaft, sowie den Passagierwechsel. Das Ereignis ist auf zahlreichen Postkarten und Fotografien verewigt und blieb in Chemnitz unvergessen. Am Landeort, heute ein Wohngebiet, befindet sich an einem Haus zur Erinnerung an den Besuch eine Fassadenmalerei des Luftschiffs.

 

 

Chemnitz war im frühen 20. Jahrhundert oft von Luftschiff-Überfahrten berührt. Fast alle der berühmten Zeppelin-Luftschiffe von der "Victoria Luise" bis zur "Hindenburg" waren über Chemnitz zu sehen. Fünf Mal landete in dieser Zeit ein Luftschiff in der Stadt, das erste Mal am 2. Oktober 1910.

 

 

12.07.2014

 

Rede zur Enthüllung des Karl-Marx-Denkmals in Karl-Marx-Stadt

 

Rede des Ersten Sekretärs des Zentralkomitees der SED, Erich Honecker, bei der Enthüllung des Karl-Marx-Denkmals am 9. Oktober 1971 in Karl-Marx-Stadt.

 

Gelesen von Egmont Elschner

 

 

 

20.05.2014

 

Sportfest des Forschungsinstitutes für Textiltechnologie

 

Der Amateurfilm zeigt das Sportfest des Forschungsinstitutes für Textiltechnologie (FIFT), Annaberger Straße 240 in Karl-Marx-Stadt am 24.09.1960. Das Sportfest fand auf den Sportanlagen des VEB Baumwollspinnerei Karl-Marx-Stadt in Altchemnitz statt.

 

 

An der Produktion des Films waren zwei Kameramänner beteiligt. Die Dokumentaraufnahmen sind durch Spielszenen ergänzt.

 

Filmgeber: Klaus-Michael Schubert



19.04.2014

Karl-Marx-Stadt - Basar

Der "Karl-Marx-Stadt - Basar" war ein Jahrmarkt, der ab 1975 jeweils im Mai auf dem Parkplatz an der Stadthalle stattfand. Das Warenangebot umfasste Erzeugnisse aus den Kreisen des Bezirks Karl-Marx-Stadt und war überdurchschnittlich. Die Anlage des Marktes und die Gestaltung der Verkaufsstände waren anspruchsvoll. Flankierend zum Markt fanden Veranstaltungen statt.

 

 

Die Filmaufnahmen zeigen den 1. Karl-Marx-Stadt - Basar, 1975.

 

Filmgeber: Nico & Tilo Kožlik



11.04.2014

Karl-Marx-Stadt - 7. Oktober 1989

 

Ein Demonstrationszug mit etwa 700 Menschen bewegt sich am späten Vormittag des 7. Oktober 1989 schweigend vom Luxor-Palast in Richtung Zentralhaltestelle. Es ist die erste große Demonstration für demokratische Reformen in der DDR in Karl-Marx-Stadt. Zuvor war es im Luxor-Palast, der als Interimsspielstätte für das sich im Umbau befindliche Opernhaus dient, zu Tumulten gekommen, als ein im Rahmen des Programms zum 40. Jahrestag der DDR-Gründung angekündigtes Theaterstück in dem Texte aus kritischen Stücken, verbunden mit Forderungen des Neuen Forums, zur Aufführung kommen sollten, abgesetzt wird.

 

An der Zentralhaltestelle werden die Demonstranten eingekesselt und aufgefordert nach Hause zu gehen. Wasserwerfer kommen zum Einsatz, Polizisten mit Schlagstöcken und Schilden drängen die Demonstranten ab, es kommt zu Festnahmen.

 

 

Das Geschehen wird von zwei Demonstrationsteilnehmern mit einer Schmalfilmkamera dokumentiert. Axel Martini und Stefan Bailleu filmten die Demonstration am 7. Oktober 1989 in Karl-Marx-Stadt. Der Film, den die Staatssicherheit noch am Tag der Aufnahme bei einer Durchsuchung der Wohnung Martinis nicht findet, kann an den Sender Freies Berlin (SFB) übergeben werden und wird kurze Zeit später im westdeutschen Fernsehen gesendet.

 

Filmgeber: Axel Martini



03.04.2014

 

Romanze einer Stadt Karl-Marx-Stadt

 

In zwei Teilen

 

Ende der 1960er Jahre zieht der junge Dipl.-lng. Joachim Kožlik berufsbedingt nach Karl-Marx-Stadt. lm erzgebirgischen Herold aufgewachsen ist er beeindruckt vom pulsierenden Leben der Großstadt und fertigt als begeisterter Amateurfilmer zwei filmische Porträts seiner neuen Heimat an. Zum Einsatz kommt dafür die aufwendige 16 mm-Schmalfilmtechnik.

 

Die 1969 entstandenen Filme zeigen Karl-Marx-Stadt in einer Phase des Aufbruchs. Die Bezirkshauptstadt des bevölkerungsreichsten und am dichtesten besiedelten Bezirks der DDR zählt fast 300.000 Einwohner. Die neue Innenstadt befindet sich im Aufbau.

 

 

 

Joachim Kožlik konzentrierte seine Filmaufnahmen auf die Menschen und das Stadtleben, daneben fängt er Szenen der Stadtentwicklung ein. Mit viel Können schuf er ein eindrucksvolles filmisches Porträt der Stadt zu dieser Zeit.

 

Filmgeber: Nico & Tilo Kožlik

 

 

23.03.2014

Unterricht und Schulhort in Karl-Marx-Stadt

 

Für die Schulkinder in der DDR war die Ganztagserziehung die Regel. Nach dem Unterricht und dem Mittagessen wurden die Kinder im Schulhort betreut. Dort fand die Lösung der Hausaufgaben statt, anschließend konnten die Kinder spielen, basteln etc. oder waren in Arbeitsgemeinschaften tätig.

 

Die nachfolgenden Aufnahmen entstanden 1988 in einer der Schulen an der Wilhelm-Firl-Straße im Wohngebiet "Fritz Heckert".

 

 

Filmgeber: Klaus-Peter Kruse



21.03.2014

 

KARL-MARX-STADT - WELTBEKANNT

 

Mit dem Beginn des Wohnungsbauprogramms in der DDR ab 1974 wurde aus Kapazitätsgründen der Aufbau der Innenstadt in Karl-Marx-Stadt beendet. Bis dahin war seit Anfang der 1960er Jahre in einer zweiten Aufbauphase das Stadtzentrum grundlegend verändert worden. Es entstanden Wohnbauten in industrieller Bauweise, Verwaltungsgebäude, sowie ein neues Verkehrswegesystem. Die meist in Ensembles, wie dem Rosenhof, der Straße der Nationen, oder dem Karl-Marx-Forum errichteten Gebäude wurden durch eine Gestaltung des öffentlichen Raums mit Grünanlagen, Kunstwerken und Wasserspielen ergänzt.

 

Die neuen Gebäude erhielten zudem zur Aufwertung zwischen 1965 und 1974 fast sämtlich aufwendige Leuchtwerbeanlagen auf den Dächern installiert. Die Vorgaben für die Gestaltung dieser Anlagen, z. B. die Farbgebung wurde vom Büro des Stadtarchitekten gemeinsam mit dem 1965 gegründeten Büro für Leuchtwerbung, sowie den entsprechenden Betrieben, welche die Anlagen auch finanzierten, abgestimmt. Die Leuchtwerbeanlagen prägten bis zu ihrer Deinstallation nach 1990 maßgeblich das Erscheinungsbild des Karl-Marx-Städter Stadtzentrums mit.

 

 

Die nachfolgenden Amateurfilmaufnahmen zeigen das Stadtzentrum 1975. Die Aufnahmen der Leuchtwerbung entstanden durch eine Mehrfachbelichtung des Films.

 

Filmgeber: Claus Höfer

 

 

19.03.2014

 

Chemnitz-Sonnenberg 1991

 

Infolge der Eröffnung des ersten Chemnitzer Bahnanschlusses entstehen Mitte des 19. Jahrhunderts in dessen Nähe an der damaligen Chaussee nach Dresden eine Reihe von Industrieunternehmen, welche baulich wenige Jahre später von deren Inhabern durch villenähnliche Wohn- und Kontorhäuser ergänzt werden. Der zu dieser Zeit schon in der Nachbarschaft dieser Industrieunternehmen und Nahe der alten Kernstadt als erstes mit Reihenmietshäusern bebaute Straßenzug Sonnenstraße erfährt im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts eine bauliche Erweiterung als Planstadt mit teils hochwertigen Gebäuden im architektonsichen Stil des Historismus. Es entsteht bis zum Beginn des Ersten Weltkriegs eine der größten Stadterweiterungen der in dieser Zeit an Bevölkerung stark wachsenden Industrie- und Handelstadt Chemnitz.

 

Das Gründerzeitviertel wird im 2. Weltkrieg kaum zerstört. In den Jahrzehnten der DDR werden ein Teil der Gebäude enteignet, oder von deren Eigentümern aufgegeben und kommen in Eigentum des VEB Gebäudewirtschaft Karl-Marx-Stadt. Wegen ausbleibender baulicher Maßnahmen verfällt die historische Bausubstanz großflächig, bleibt aber weitgehend original erhalten. Ab 1983 beginnen am südlichen Sonnenberg umfangreiche Sanierungsmaßnahmen. Dabei werden neben der Rekonstruktion mehrerer historischer Straßenzüge auch ganze Altbaukarrees abgerissen und in Plattenbauweise bis in die Nachwendezeit neu gebaut.

 

 

Zu dieser Zeit dokumentiert Claus Höfer mit seiner Videokamera das Viertel, noch vor dem Sanierungs- und Neubaugeschehen der 1990er Jahre und ca. 15 Jahre vor Beginn des Chemnitzer Stadtumbaus, bei dem das Viertel über 70 historische Gebäude durch Abriss verliert.

 

Filmgeber: Claus Höfer

 

 

06.03.2014

 

ELFRIEDE MAGDALENE VIERTEL

Aus dem Nachlass einer Chemnitzer Unternehmerfamilie

 

Schiausflug nach Oberwiesenthal

 

Das Filmarchiv Chemnitz zeigt seit heute aus dem filmischen Nachlass der Chemnitzer Unternehmergattin Elfriede Magdalene Viertel in einer Erstveröffentlichung Filmaufnahmen aus den späten 1920er Jahren, die einen Schiausflug von Chemnitz nach Oberwiesenthal zeigen. Im Film sind u. a. Aufnahmen von Wintersport in Oberwiesenthal, eine Fahrt mit der Fichtelbergbahn und die Fichtelberg-Schwebebahn als sie neu war zu sehen. Es werden zudem viele der aus dieser Zeit bekannten Postkartenmotive aus Oberwiesenthal filmisch zitiert.

 

 

Der Film beginnt an einem Ort in Chemnitz über den in der Stadt heute oft gesprochen wird.

 

Filmgeber: Tobias van der Smissen

 

 

12.02.2014

 

Chemnitzer Autobahnschere 1953

 

1952 baute die Chemnitzer Motorsportsektion "Motor IFA", zu der damals die erfolgreichsten Motorrad- und Automobilrennfahrer der DDR gehörten, das schon seit 1949 von Motorrennsportlern für Testfahrten genutzte Autobahn-Dreieck in der Nähe der Ausfahrt Chemnitz-Nord zu einer Rennstrecke aus. Nach der Fertigstellung startete dort am letzten September-Wochenende 1952 das erste Rennen für Ausweis- und Nachwuchsfahrer.

 

Am 3. Mai 1953 lief auf der nochmals im Streckenverlauf veränderten 5 Kilometer langen Piste für die DDR-Lizenzfahrer der erste Meisterschaftslauf mit 125er und 500er Solomaschinen und für 750er Seitenwagengespanne. Dazu starteten 1100er und 1500er Rennsportwagen sowie Rennwagen der Formel 2 (2000 ccm). 70.000 Zuschauer sahen die Rennen 1953.

 

 

Die beiden Rennen 1952 und 1953 blieben die einzigen Rennsportveranstaltungen auf der Chemnitzer Autobahnschere. Die nachfolgenden Filmaufnahmen zeigen das Rennen 1953. Sie entstanden eine Woche vor der Umbenennung der Stadt Chemnitz.

 

Filmgeber: Robert Frommhold

 

 

25.01.2014

 

ELFRIEDE MAGDALENE VIERTEL

Aus dem Nachlass einer Chemnitzer Unternehmerfamilie

 

Schulanfang Wolfgang Viertel [Chemnitz ca. 1930]

 

Es handelt sich um den ersten Fund von historischen Filmaufnahmen aus dem Chemnitzer Sonnenberg-Viertel.

 

Elfriede Magdalene Viertel, geb. Wolf war die Tochter von Bruno Wolf, Direktor der H. Th. Böhme AG in Chemnitz (später VEB Fettchemie) und die Ehefrau von Heinrich Otto Herbert Viertel, dem Inhaber der Firma Otto Viertel Rohkonservenfabrik/Chemnitz. Sie filmte in den späten Zwanziger Jahren die gemeinsamen Freizeitaktivitäten der Familien Böhme, Wolf und Viertel; so Urlaubsreisen, Familienfeiern oder den Schulanfang ihres Sohnes.

 

 

Erhalten geblieben sind 11 Filme auf vier Filmrollen und damit ein Blick auf das Privatleben Chemnitzer Unternehmerfamilien zur damaligen Zeit.

 

Filmgeber: Tobias van der Smissen

 

 

10.12.2013

 

Chemnitzer Innenstadtentwicklung in Videodokumentationen

 

1995 - 2001

 

Stadtrundfahrt durch Chemnitz 1995

 

Die Videoaufnahmen zeigen eine Stadtrundfahrt durch Chemnitz im Jahr 1995 mit der Stadtbilderklärerin der Touristinformation Chemnitz, Irmgard Meyer. Zu sehen sind u. a. die Chemnitzer Innenstadt vor dem Umbau Ende der 1990er Jahre und der Luxor-Filmpalast an der Hartmannstraße vor der Sanierung.

 

 

Die Videoaufnahmen entstanden im Rahmen einer Jugendweihe.

 

 

Chemnitz - Neuaufbau des Rathausumfeldes 1997 - 2001

 

Die Langzeitdokumentation von Klaus-Peter Kruse zeigt den Neuaufbau des unmittelbaren Rathausumfeldes in der Chemnitzer Innenstadt im Zeitraum 1997 - 2001. Zu sehen sind u. a. der Bau der Galerie am Roten Turm, der Galeria Kaufhof, des Türmer-Geschäftshauses und der Neubau der Zentralhaltestelle. Die Dokumentation beginnt im Jahr 1997 mit Aufnahmen des Stadtzentrums vor dessen Umbau. So sind u. a. die ehemalige Tourist-Information, die Fußgängerunterführung unter die Bahnhofstraße und die alte Zentralhaltestelle zu sehen.

 

 

Im Jahr 2000 dokumentiert Klaus-Peter Kruse eine Turmführung mit dem Türmer der Stadt Chemnitz, Stefan Weber und eine Stadtrundfahrt sowie im Jahr 2001 den Baustellentag im Rohbau der Galeria Kaufhof.

 

 

Eröffnung Galeria Kaufhof Chemnitz 2001

 

Am 18. Oktober 2001 eröffnete nach 22-monatiger Bauzeit das neue Galeria Kaufhof - Kaufhaus in der Chemnitzer Innenstadt. Der Kaufhaus-Neubau war ein wichtiges Bauvorhaben im Rahmen der Entwicklung der Chemnitzer Innenstadt nach 1990. Der Entwurf für das gläserne Kaufhaus stammte vom Büro Murphy/Jahn.

 

 

Die Videoaufnahmen zeigen den Festakt zur Eröffnung des Kaufhauses u. a. mit der Ansprache des Türmers der Stadt Chemnitz, Stefan Weber.

 

 

Contiloch, Teilabriss ZIF, Bahnhofsvorplatz 2004

 

Die Videofilmaufnahmen aus dem Jahr 2004 zeigen das "Contiloch", den Teilabriss des ehemaligen Zentralinstituts für Fertigungstechnik Karl-Marx-Stadt an der Bahnhofstraße und den Umbau des Bahnhofsvorplatzes. Weiter sind die Villa Zimmermann vor der Sanierung und das später abgerissene ehemalige Hotel Carola zu sehen.

 

 

Filmgeber/Urheber: Klaus-Peter Kruse

 

 

10.12.2013

 

Veranstaltungs-Information

 

Schmalfilmdokumentation

Die Stadt. Karl-Marx-Stadt 1958-1988

Aufführung in Teilen

 

Der Karl-Marx-Städter Bürger Helmut Bleyl (1925-2001) kaufte sich 1958 eine Schmalfilmkamera „Pentaka 8“. In den folgenden 30 Jahren drehte er über fünf Stunden Material und damit eine ausführliche Dokumentation des städtischen Baugeschehens jener Jahre.

1995 erwarb das Schloßbergmuseum die Filme, inzwischen liegen sie in digitaler Version vor.

 

Von Januar bis März 2014 zeigen wir die Dokumentation in drei Teilen, die jeweils einem Jahrzehnt gewidmet sind. Ergänzt wird das Material Helmut Bleyls durch weitere Schmalfilme, die das „Filmarchiv Chemnitz“ beisteuert. Zu jeder Veranstaltung gehört außerdem ein Gesprächspodium mit Sandro Schmalfuß (Filmarchiv Chemnitz), Peer Ehmke (Schloßbergmuseum) und einem historischen Zeitzeugen, moderiert von Uwe Fiedler (Leiter Schloßbergmuseum). 25 Jahre nach dem Ende der DDR sollen Anspruch, Realität und Ergebnisse des DDR-Städtebaus neu diskutiert und insbesondere auch in einen vergrößerten, gesamtdeutschen und internationalen Kontext gestellt werden. Das Publikum hat die Möglichkeit, Fragen zu stellen und mit zu diskutieren.

 

Samstag, 18.01. 2014: Die 60er Jahre

Historischer Zeitzeuge: Karl Joachim Beuchel, Jahrgang 1928, Stadtbaudirektor von 1964 bis 1974, Stadtarchitekt bis 1984

 

Samstag, 15.02. 2014: Die 70er Jahre

Historischer Zeitzeuge: Gert Dachsel, Jahrgang 1941, Bereichsleiter Licht- und Werbetechnik bei der PGH Elektro Thalheim, Projektant und ausführender Bauleiter für Groß-Leuchtwerbeanlagen in Karl-Marx-Stadt und weiteren Großstädten der DDR

 

Samstag, 15.03. 2014: Die 80er Jahre

(historischer Zeitzeuge wird noch bekannt gegeben)

 

Veranstaltungsort: Kleiner Renaissance-Saal des Schloßbergmuseums

Beginn jeweils 17 Uhr (Einlass 16:30 Uhr) Ende gegen 21:30 Uhr (mit Pause)

 

Der Eintritt pro Person und Veranstaltung beträgt 5 €, ermäßigt 3 €. Zu allen Terminen steht ein Imbiss- und Getränkeangebot (exklusive Eintritt) zur Verfügung.

Aktuelle Angaben zum Programm finden Sie auf der Homepage des Museums (Rubrik Veranstaltungen) www.schlossbergmuseum.de

 

Achtung! Wegen der begrenzten Platzkapazität ist der Kartenverkauf nur über Reservierung möglich. Bestellungen (mit Name, Kontaktdaten, Veranstaltungsdatum, Kartenanzahl) richten Sie bitte an:

 

Peer Ehmke (Tel. 0371-4884505 oder 4884501) Peer.Ehmke@stadt-chemnitz.de

 

Vertretung:

Antonia Krüger (Tel.0371-4884512) Antonia.Krueger@stadt-chemnitz.de

Zum Veranstaltungshinweis des Schloßbergmuseums Chemnitz

 

 

02.12.2013

 

Chemnitzer Filme im Bundesarchiv nicht sicher

 

Die Tageszeitung DIE WELT berichtete am 29.11.13 unter der Überschrift:

 

"Deutsches Filmerbe - Im Bundesarchiv die Gasmaske nicht vergessen!

Bundesarchiv, das klingt sicher. Doch giftige Gase, Wassereinbrüche und chemischer Zerfall setzen Deutschlands Filmerbe dort zu. Wenn nicht bald etwas geschieht, sind die meisten Filme verloren."

 

über die Zustände im Filmarchiv des Deutschen Bundesarchiv. Besonders interessant war dabei die Mitteilung über das Verbrennen von Zelluloidfilmen nach der Digitalisierung.

 

Zum Artikel

 

Derzeit liegen alle Filme über Chemnitz aus der Zeit vor 1945 im Filmarchiv des Bundesarchiv. Wir hatten uns ein Jahr vergeblich bemüht die Filme als Kopie nach Chemnitz zu holen. Besonders Bange wird es uns nun um die frühen Seeber-Filme aus Chemnitz. Diese Filme sind Zelluloidfilme. Sie zeigen u. a. Aufnahmen aus dem Jahr 1900 von der Hauptfeuerwache am Chemnitzer Neumarkt. Niemand von uns hat diesen Film bisher sehen können.

 

Es bräuchte unbedingt zeitnah ein Signal aus der Chemnitzer Politik an das Bundesarchiv, Präsident Dr. Michael Hollmann, dass das Originalmaterial der Chemnitzer Filme auf gar keinen Fall vernichtet werden darf und ein Weg gefunden werden muss, diese Filme als Kopie nach Chemnitz zu holen.

 

 

01.12.2013

West-Berlin - Ost-Berlin

 

Die Amateurfilmaufnahmen zeigen einen Besuch in beiden Teilen Berlins Anfang der 1970er Jahre. Dabei wechselt auch die Kamera mit über die Grenze.

 

Zu sehen sind der Breitscheidplatz mit der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, das Sowjetische Ehrenmal im Tiergarten, das Brandenburger Tor, die Neue Wache und der Große Wachaufzug, die Staatsoper Unter den Linden und das Sowjetische Ehrenmal im Treptower Park.

 

 


24.11.2013

Bau des Industriezentrums Karl-Marx-Stadt

 

Die Filmaufnahmen dokumentieren den Bau des Industriezentrums Karl-Marx-Stadt an der Straße der Nationen im Zeitraum 1967 - 1968. Entworfen wurde das ab 1966 gebaute Gebäude von den Architekten Roland Kluge und Günter Hauptmann. Es bildet einen Teil der im Rahmen des Neubaus, des Karl-Marx-Städter Stadtzentrums entstandenen innerstädtischen Hauptmagistrale, Straße der Nationen und nach der Fertigstellung des Komplexes Stadthalle/Hotel Kongress 1974, die östliche Platzwand des zentralen Platzes vor der Stadthalle.

 

Das Gebäude fasste die Verwaltungen der wichtigsten Industriebetriebe im Bezirk Karl-Marx-Stadt. Der heute für das Gebäude verwendete Name RAWEMA-Haus entstammt einem dieser Betriebe - VEB RAWEMA (Rationalisierung des Werkzeugmaschinenbaus).

 

Im zweiten Teil des Films ist in Aufnahmen vom Dach des RAWEMA-Hauses die Karl-Marx-Städter Innenstadt im Jahr 1968 dokumentiert.

 

 

  

20.11.2013

 

Erinnerungen an Karl-Marx-Stadt

 

Die Collage aus Amateurfilmaufnahmen zeigt Szenen aus Karl-Marx-Stadt in den Jahren 1974 und 1975. Zwischen Familien- und Freizeitaufnahmen, die das Lebensgefühl damals in der Stadt beschreiben sind u. a. der Bau der "Parteifalte", der Rückbau des Turmes der Johanniskirche und der "Karl-Marx-Stadt-Basar" zu sehen.

 

 

Mit den Farbaufnahmen vom 1. Mai 1975 ist ein jährlich in Karl-Marx-Stadt wiederkehrendes Großereignis dokumentiert.

 

Klaus-Peter Kruse, 1974/75

Sandro Schmalfuß, 2013

 

 

17.11.2013

Brecht in der Innenstadt

 

Die Filmaufnahmen zeigen den Aufbau eines vierteiligen Skulpturenensembles zu fünf Gedichten von Bertolt Brecht in der Innenstadt von Karl-Marx-Stadt im Jahr 1972. Die Installation aus drei Reliefwänden und einer Stele wurde von der Stadt im Zuge der Neugestaltung der Innenstadt beauftragt. Der Entwurf stammt von Joachim Jastram.

 

Das Relief "Lob der Partei" und die Stele "Lob des Kommunismus" gestaltete der Bildhauer Martin Wetzel. Eberhard Roßdeutscher schuf das Relief "Lob des Revolutionärs". Joachim Jastram setzte die Gedichte "Lob des Lernens" und "Lob der Dialektik" in einem Relief um. 

 

 

Das plastische Ensemble "Lobgedichte" befindet sich noch heute am damaligen Standort an der Brückenstraße in Chemnitz.

 

Filmgeber: Sven Menzel



16.11.2013

BRÜHL BOULEVARD

Der Brühl Boulevard war zwischen 1980 und 1990 eine Einkaufsstraße am Rande des Karl-Marx-Städter Stadtzentrums. Er entstand durch den Umbau eines ehemaligen gründerzeitlichen Arbeiterviertels am Ende der 1970er Jahre. Die Einkaufsstraße mit sanierten Altbauwohnungen war geprägt von Geschäften mit hochwertigen Angebot, Restaurants und Cafés. Die Gestaltung des öffentlichen Raumes erfolgte im Stil eines Boulevards u. a. mit Plastiken, Wasserspielen und mit einem Eingangsportal.

 

 

Die Amateurfilmaufnahmen entstanden 1981 im Rahmen eines Brühl-Besuchs.

 

Urheber/Filmgeber: Klaus-Peter Kruse

 

 

15.10.2013

 

Straßenfest der Hausgemeinschaft an der Wilhelm-Firl-Straße

 

Hausgemeinschaften, der Zusammenschluss von Bewohnern eines Mietshauses, waren in der DDR ein wichtiges Instrument der Regelung und Organisation des Zusammenlebens im Wohngebiet. Sie dienten auch der politischen Kontrolle und der Organisation gemeinsamer Aktivitäten. Im Alltag standen eher Nachbarschaftshilfe und Geselligkeit im Vordergrund.

 

Die Amateurfilmaufnahmen aus dem Jahr 1984 zeigen ein Straßenfest im Wohngebiet „Fritz Heckert" in Karl-Marx-Stadt.

 

 

Urheber/Filmgeber: Klaus-Peter Kruse

 

 

05.09.2013

 

ABFAHRT KARL-MARX-STADT HBF

Betriebsausflug nach Lengefeld 1970

 

Im Rahmen unserer Suche nach historischem Filmmaterial aus Chemnitz bekamen wir zwei Filmrollen, die zu unserer großen Freude auch einige Aufnahmen von der alten Chemnitzer Bahnsteighalle zeigen.

Es sind, neben den Filmaufnahmen von der Halle aus der Sammlung Helmut Bleyl im Bestand des Schloßbergmuseums Chemnitz, die einzigen bekannten Filmaufnahmen der 1972 abgebauten großartigen Stahlkonstruktion. Besonders wertvoll sind die im Film zu sehenden Aufnahmen aus der Halle.

Der Film entstand im Rahmen eines Betriebsausfluges der Belegschaft des VEB RAWEMA im Sommer 1970 und konnte, wie auch weitere Filme, aus dem Archiv des VEB RAWEMA 1990 von Herrn Karl-Heinz Braniek vor dem Müll gerettet werden.

 

Wir werden diese Filme, die unter anderem auch den Bau des Rawema-Hauses zeigen, in den kommenden Wochen veröffentlichen.

 

 

ABFAHRT KARL-MARX-STADT HBF

Betriebsausflug nach Lengefeld 1970

 

Entstehungszeit: 1970

Urheber: Karl-Heinz Braniek 1970

Bearbeitung/Veröffentlichung: Sandro Schmalfuß

 

GUIDO SEEBER - MOLKEREI FRANZ LANGE CHEMNITZ

 

Nach der Veröffentlichung des Films zur Molkerei Franz Lange in Chemnitz konnten Historiker dessen Entstehungszeit auf ca. 1920 datieren. Der Film ist mit ergänzenden Informationen zur Entstehung neu unter diesem Link zu finden:

 

 

Veranstaltungshinweis:

 

Am Samstag, den 7. September werden die historischen Chemnitz-Filme zu Live-Musik von DJ Henning Rechenberg ab 20:15 Uhr auf Großleinwand im Hof des ATOMINO am Brühl-Boulevard im Rahmen des "Musikkongress für Populärmusik und Kreativwirtschaft - MODERNE ZEITEN 13" zu sehen sein.

 

 

27.08.2013

 

Unbekannter Seeber-Film aus Chemnitz erstmals öffentlich zu sehen

 

Mit freundlicher Unterstützung des Schloßbergmuseums Chemnitz können wir im Rahmen des Filmarchiv Chemnitz erstmals einen bisher unbekannten Film aus der Hand Guido Seebers zeigen. Der ca. 1905 entstandene Wirtschaftsfilm zeigt die Stationen der Milchproduktion in der Chemnitzer Molkerei Franz Lange.

 

Der wertvolle historische Film aus der Anfangszeit Guido Seebers Wirken als Kameramann ist im 1. Akt vollständig und mit Zwischentiteln erhalten. Die Zelluloid-Filmkopie wurde in unserem Auftrag mit Hilfe eines Sponsors, Herrn Uwe Kaufmann, bei einer Fachfirma restauriert und in höchster HD-Qualität digitalisiert.

 

Guido Seeber

MOLKEREI FRANZ LANGE

Milchproduktion in Chemnitz um 1905

 

Schloßbergmuseum Chemnitz

 

Wir danken allen Mitwirkenden und Unterstützern.

 

 

13.08.2013

 

Filmarchiv Chemnitz startet neues Internetportal und stellt ersten Filmfund vor

 

Chemnitzer Innenstadt vor deren Umbau vor 50 Jahren, erstmals in einmaligen Film- aufnahmen zu sehen


Vor einem Jahr hätten wir nicht erwartet, dass sich der Forschungsstand zu historischen Filmen aus Chemnitz so schnell und in der Güte verändert. Inzwischen haben wir eine ganze Reihe an Filmen aus Chemnitz aus der Zeit vor 1945 lokalisiert, drei Veranstaltungen durchgeführt und regen Zuspruch der Chemnitzer zu unserem Vorhaben erfahren. Selbige brachten sich ein, indem sie uns ihr wertvolles Filmmaterial überließen und das Projekt finanziell unterstützten. Dafür möchten wir uns bei allen, die mitgewirkt haben, bedanken und heute zum Start des Internetportales des Filmarchiv Chemnitz mit einem einmaligen Filmfund ein erstes wunderbares Ergebnis unserer Arbeit vorstellen.


Wie oft sind wir in den vergangenen Jahren bei unserer Beschäftigung mit Chemnitz in den Diskussionen auf die Frage gestoßen, was hätte nach 1945 vom alten Chemnitz noch gerettet werden können, wäre da nicht der aus Berlin vorgeschriebene Umbau der Innenstadt nach sozialistischem Muster für die in Karl-Marx-Stadt umbenannte Stadt gewesen. Aus der Phase des “jungen” Karl-Marx-Stadt zwischen der Umbenennung 1953 und dem Beginn der zweiten Wiederaufbauphase 1961 existiert nur wenig Bildmaterial. 2001 beschäftigte sich die Buchveröffentlichung “Chemnitz Karl-Marx-Stadt und zurück” mit Fotografien und Zeitzeugenberichten erstmals mit dieser wichtigen Phase der Stadthistorie. Dort gezeigte Fotografien, noch heute fest in der Erinnerung der Chemnitzer verankerter Orte der damaligen Innenstadt wie das Viertel zwischen Zschopauer und Augustusburger Straße, die Tanzbar Libelle oder die Geschäfte und Lokalitäten an der Straße der Nationen, wie das “Kaffee Michaelis”, vermitteln einen Eindruck der urbanen Qualität dieser zu der Zeit letzten erhaltenen Fragmente der Chemnitzer Altstadt.


Dass speziell diese Orte damals von jemandem filmisch dokumentiert wurden und dass diese Aufnahmen den Weg zu uns fanden, grenzt an ein Wunder. Nach unserer letzten Veranstaltung trat ein älterer Herr mit den Worten: "Meine Frau hat damals immer mit mir geschimpft, wie ich das gefilmt habe.", an uns mit einer Filmrolle heran. Herr Klaus-Michael Schubert, 80 hatte damals als junger Mann mit einer Schmalfilmkamera AK 8 zwischen 1960 und 1967 die Innenstadt kurz vor deren Umbau und während der Baumaßnahmen gefilmt. Die besondere Bedeutung des Films macht die Tatsache aus, dass im Film Dinge zu sehen sind, die bisher überhaupt nicht in Bildern überliefert waren, wie die Sprengung der letzten Altbauten in der Innenstadt, die Aufnahmen der Gassen an der Johanniskirche, oder der Bau heute die Innenstadt prägender Gebäude. Aber nicht nur das fasziniert, auch die damalige Lebendigkeit der Innenstadt, die heute ungewohnt vielen Menschen in den Straßen, die überfüllten Straßenbahnen, oder den Johannisplatz noch als Verkehrsknotenpunkt fungieren zu sehen, ist ein besonderes Erlebniss.


Das alles hat Herr Schubert mit viel Talent in fast schon klassischen Bildern gefilmt. Am Originalfilm haben wir nichts verändert und die im Film zu sehenden Orte mit Untertiteln erklärt. Der historische Film wurde von einer Fachfirma gereinigt und in der höchsten HD - Qualität digitalisiert.

 

Karl-Marx-Stadt - Umbau der Innenstadt 1960 - 1967

 

Klaus-Michael-Schubert 1960 - 1968


Der Film ist auf der DVD "Das war Karl-Marx-Stadt - Filmische Erinnerungen an die Stadt mit den drei "o" zu finden. Nähere Informationen dazu erhalten Sie oben über den Menüpunkt "DVD".

 

 

Filmarchiv Chemnitz startet neues Internetportal

 

Mit der neuen Homepage des Filmarchiv Chemnitz, haben wir online einen Ort geschaffen, an dem alle im Internet verfügbaren historischen Filme zu Chemnitz verlinkt sind und wir unsere Filmfunde sowie Informationen zum Forschungsstand nach historischen Filmen aus Chemnitz veröffentlichen.


Unser großes Ziel, Filmaufnahmen aus Chemnitz aus der Zeit vor 1945 zu zeigen, steht vor der Umsetzung.


Dafür benötigen wir Ihre Unterstützung.


Das Filmarchiv Chemnitz arbeitet ehrenamtlich. Ein wesentliches Ziel des Filmarchiv Chemnitz ist es, die Filme nicht kommerziell zu nutzen sondern diese allen Interessierten frei zur Ansicht zur Verfügung zu stellen und somit über die Stadt Chemnitz zu bilden und für Chemnitz zu interessieren.


Bekommen wir einen Film auf dem Originalmedium, muss dieses jahrzehntealte Material von einer Fachfirma gereinigt und stabilisiert werden. Anschließend lassen wir die Filme in höchster HD – Qualität digitalisieren um sie zur Ansicht im Internet zur Verfügung zu stellen. Diese Fremdleistungen sind mit Kosten, i. d. R. in einer Höhe zwischen 200 – 500 Euro pro Film verbunden.


Wir suchen deshalb Unterstützer, die Patenschaften für die Filme übernehmen und diese finanziellen Aufwendungen ausgleichen.


Sprechen Sie uns bitte an.

Eine Information zu den bisherigen Sponsoren finden Sie auf der Homepage.


Für die kommenden Wochen haben wir weitere, bisher noch nie gezeigte Filmaufnahmen aus Chemnitz zur Veröffentlichung vorbereitet.


Sandro Schmalfuß

 

 

24.05.2013

 

Filmisches Erbe der Stadt Chemnitz wieder entdeckt

 

Erste historische Film-Neuveröffentlichung aus Chemnitz seit 30 Jahren zeigt Weihnachtsvorbereitungen bei den Wanderer-Werken 1935


Nach Monate langem Warten haben wir in der letzten Woche vom Bundesarchiv die Beantwortung unserer Fragen zum Verbleib der historischen Filme aus Chemnitz erhalten. Das Bundesarchiv entschuldigt sich für die lange Wartezeit und bestätigt eine in Folge der Anfragen umfangreich erfolgte Recherche nach historischen Filmen aus der Stadt Chemnitz. Das Ergebnis ist eine Sensation.Wir lagen mit unserer Vermutung und Hoffnung richtig, dass im Bundesarchiv weit mehr historische Filme aus Chemnitz aus der Zeit vor 1945 liegen, als dies bisher bekannt war und es bei den Benutzungsmedien Film auf der Homepage des Bundesarchives öffentlich beschrieben ist.


Der Umfang der erhalten gebliebenen Filme aus Chemnitz übersteigt alle Erwartungen. Es sind mehrere Stadtporträts zur Stadt Chemnitz aus den 1920er und 30er Jahren erhalten, sowie neben den Bekannten zumindest einer der verschollen geglaubten Filme von Guido Seeber. Es ist einer der ältesten Filme aus Deutschland überhaupt. Es handelt sich dabei um den Film „Alarm bei der Berufsfeuerwehr in Chemnitz am 19.8.1898“. Der Film zeigt die Ausfahrt der Pferdefuhrwerke aus der Chemnitzer Feuerwache am Neumarkt. Damit liegen erstmals Filmaufnahmen vor, die den Chemnitzer Markt vor dem Bau des Neuen Rathauses zeigen.

Besonders groß war unsere Hoffnung, doch noch Filmaufnahmen zu finden, welche die Chemnitzer Altstadt vor deren Zerstörung 1945 zeigen. Auch hier sind im Bundesarchiv Titel vorhanden, die vermuten lassen, dass sie speziell solche Aufnahmen zeigen. Es handelt sich dabei um die Filme: „Auf Landstraßen durch Sachsen“ von 1929, Inhalt: Chemnitz – Straßenverkehr, Linienwechsel usw., „Sachsen wie es wirklich ist: Rauchende Schlote“ von 1935, Inhalt: Stadtbilder von Chemnitz, Textilindustrie, Webereien, Herstellung von Strümpfen usw., „Die Werkstatt Deutschlands“ von 1937, Inhalt: Chemnitz - Stadtbilder, Textilindustrie, Teppichweberei.

Auch die Filme „Aus der Arbeiterstadt Chemnitz“ von 1929 und „Ein Fest der Arbeit – in der Stadt der Arbeit. Bilder vom 5. Sächsichen Landesturnfest in Chemnitz“ von 1930 sind im Original im Bundesarchiv vorhanden. Weitere Titel beschreiben Filme zu Chemnitzer Firmen, zu Sportveranstaltungen oder Werbefilme aus Chemnitz. U. a. ist auch der verloren geglaubte Film „Großstadt und Milchwirtschaft – Die Genossenschaftsmolkerei Chemnitz“ von 1926 erhalten. Insgesamt sind im Bundesarchiv 19 Filme zu Chemnitz aus der Zeit vor 1945 vorhanden.Das Bundesarchiv listet zudem auch einen wertvollen Bestand von 10 Filmen und Wochenschauberichten aus den Jahren von 1946 bis zur Umbenennung der Stadt 1953 auf, sowie einen Film von 1954, der den Besuch des sowjetischen Außenministers Molotow im Kulturpalast der Wismut in Rabenstein zeigt. Bei den vielen TV- Dokumetarfilmen, die in den letzten Jahren zur Wismut entstanden, waren bisher noch nie historische Filmaufnahmen von der Wismutverwaltung in Karl-Marx-Stadt zu sehen.

Dieser Fakt erklärt beispielhaft auch die Wichtigkeit der Entdeckung der historischen Filme für Chemnitz. Denn was als Medium nicht vorliegt, wird nicht gezeigt und fand in der öffentlichen Wahrnehmung im schlimmsten Fall nie statt. So blieb Chemnitz nach 1990 in TV-Dokumentarproduktionen auffallend unterrepräsentiert, wo Leipzig und besonders Dresden dauerpräsent waren. Man muss sich fragen, warum Chemnitzer Historiker das Thema Film nach 1990 so stiefmütterlich behandelt haben. Noch vor wenigen Monaten war der Wissensstand, dass es nur einen Film aus Chemnitz aus der Zeit vor 1945 gibt. Das Fehlen historischer visueller Medien aus Chemnitz war ein Grund, der zur Annahme verleitete, Chemnitz sei im Vergleich zu anderen Städten eine geschichtslose Stadt.


Bei den Chemnitzern ist das Interesse am Projekt „Filmarchiv Chemnitz“, das wir im Oktober 2012 ins Leben gerufen haben, riesen groß. Infolge unserer Veröffentlichungen, die bisher über 50.000 aufgerufen wurden und unserer beiden Veranstaltungen brachten uns Chemnitzer dankenswerter Weise ihre Filmarchive bei. Auf den hauptsächlich aus den 1960er und 70er Jahren stammenden Aufnahmen sind wichtige Stationen der damaligen Stadtentwicklung und des gesellschaftlichen Lebens zu sehen. Damit ist die Idee, mittels historischer Filme auf Chemnitz aufmerksam zu machen und für die Stadt zu interessieren, aufgegangen.Wir haben inzwischen ein Team aus Unterstützern gebildet; Sponsoren, Historiker, einen Juristen sowie einen Komponisten. Unser Ziel ist, die kostenlose und für alle zugängliche Veröffentlichung der Filme aus dem Bundesarchiv bis Ende nächsten Jahres. Ohne Ausnahme und ungekürzt. In einer ersten Berechnung wird das Kopieren der Filme im Bundesarchiv ca. 5000 Euro kosten. Die Digitalisierung eines Filmes kostet ca. 200 Euro. Wir suchen Firmen, Verbände interessierte Privatleute, die sich hier engagieren wollen und Patenschaften für die Filme übernehmen. Die Stadt Chemnitz selbst ist auch gefragt.

Es wurde gerade in letzter Zeit festgestellt, dass es Defizite im Stadtmarekting gibt. Hier bietet sich eine Chance. Das Material kann vielseitig eingesetzt werden, auch im Hinblick auf das in wenigen Jahren bevorstehende Stadtjubiläum. Die Älteren werden sich über ein Wiedersehen mit ihrer Jugend freuen und die Jüngeren gewinnen ganz neue Eindrücke von der Stadt, die sie in Zukunft mitgestalten sollen. Die Filme sind ein Vermächtnis unserer Groß- und Urgroßeltern an uns. Sie im Archiv liegen zu lassen ist nicht richtig.

 


Die Weihnachtsgabe der Wanderer Werke AG 1935


Mit besonderer Freude können wir heute erstmals einen Film zeigen, den uns Heimatfreunde beigebracht haben. Es ist nach dem Fund des Films: „Aus der Arbeiterstadt Chemnitz“ Anfang der 1980er Jahre, die erste Neuveröffentlichung eines historischen Films aus Chemnitz. Die Wanderer-Werke AG Schönau (Chemnitz) überraschten im Jahr 1935 ihre Belegschaft erstmals mit einem Weihnachtsgeschenk. Der Film zeigt wie die verschenkten Weihnachtsengel bei Wendt & Kühn in Grünhainichen hergestellt wurden.

 


Das Filmarchiv Chemnitz erreichen Sie zur Zeit unter www.filmarchiv-chemnitz.de. Wir arbeiten an einer neuen Homepage, um die Filme in einer angemessenen Form veröffentlichen zu können. Für die nächsten Wochen sind neue Filmveröffentlichungen vorgesehen.


Wir bedanken uns bei allen, die uns in den letzten Monaten unterstützt haben.


Sandro Schmalfuß

 


17.03.2013


Aufbau eines Online-Archives für historische Filmaufnahmen aus Chemnitz und Karl-Marx-Stadt


Nach dem großen Interesse an den beiden veröffentlichten historischen Amateurfilmen zu Chemnitz-Harthau und zu Karl-Marx-Stadt, die mit 35.000 Aufrufen in nur 4 Monaten inzwischen zu den erfolgreichsten Veröffentlichungen zur Stadt Chemnitz überhaupt gehören, möchten wir filmische Dokumentationen zu Chemnitz und zu Karl-Marx-Stadt sammeln und in einem Online-Filmarchiv zur freien Ansicht zur Verfügung stellen.


Bisher waren historische Filmaufnahmen aus Chemnitz und Karl-Marx-Stadt nur selten und für einen begrenzten Zuschauerkreis zu sehen. Systematisch gesammelt wurden sie gar nicht. Das vermehrt große Interesse an der Historie der Stadt Chemnitz und die Möglichkeiten die das Internet bietet darüber mit wenig Aufwand ein Publikum zu erreichen, stellt eine große Chance für die innerstädtische und überregionale Imagebildung zu unserer Stadt dar.


Für den Aufbau der Datenbank suchen wir Amateurfilmmaterial aus Chemnitz und Karl-Marx-Stadt.Wer hat die Stadt und Ereignisse in den 1950er bis 1980er Jahren in Karl-Marx-Stadt gefilmt, so z.B. die Eröffnung des Brühls? Wer hat zur Wendezeit die Demonstrationen in der Stadt gefilmt? Wer hat während der DDR – Zeit, den filmischen Blick auf die Gründerzeitviertel Sonnenberg und Kaßberg gewagt oder den Abriss des unteren Brühls, des Ostplatzes und der Hospitalstraße filmisch dokumentiert?  Wer hat vielleicht sogar die Sprengung der Paulikirche an der Theaterstraße oder die Kirche vor der Sprengung gefilmt? Gibt es noch Filmaufnahmen die Chemnitz vor 1945 zeigen? Dies können auch Ereignisse sein, die in Chemnitz stattfanden, so die Zeppelinlandung 1930, der Ernst Udet – Flug unter das Eisenbahnviadukt an der Annaberger Straße 1936 oder Filmaufnahmen familiärer Art, wie z.B. Trauungen im Alten Rathaus. Ziel ist es, die Filmaufnahmen allen Interessierten zugänglich zu machen und damit die Erinnerung an die Chemnitzer und Karl-Marx-Städter Vergangenheit zu bewahren.Für die technische Umsetzung konnte mit der chemmedia AG ein renommierter Partner gewonnen werden.


Die im Oktober 2012 begonnene Veranstaltungsreihe „Historische Filme aus Chemnitz und Karl-Marx-Stadt“ findet am Samstag, den 11.05.2013 ab 16:00 Uhr in der ehemaligen Schalterhalle der Sparkasse in der Zietenstraße 2a/Kreuzung Augustusburger Straße ihre Fortsetzung. Wir möchten sie dazu herzlich einladen. Gezeigt werden dieses mal filmische Dokumentationen über die Chemnitzer Innenstadt aus dem Jahr 1929, 1948 und aus den 1950er Jahren. Damit werden erstmals in Chemnitz chronologisch Filmaufnahmen der alten Innenstadt, derzerstörten Innenstadt und der beräumten Innenstadt vor dem Neuaufbau gezeigt.


Am 29.06.2013 ab 17:00 Uhr werden die Filme im Rahmen der Veranstaltung „100 Jahre Bund Deutscher Landschaftsarchitekten“ im Kino des „Weltecho“, Annaberger Straße 24, 09111 Chemnitz noch einmal gezeigt.

 

 

Uns neu zugegangenes Material zeigt erstmals Filmaufnahmen vom Bau des Fritz-Heckert-Gebietes. Die Amateurfilmaufnahmen, entstanden zwischen 1978 und 1983, zeigen die Erweiterung des Wohngebietes in den Baugebieten III und IV in Markersdorf. Der Anlass der Aufnahmen war der Umzug des Amateurfilmers und seiner Familie in eine der neu entstehenden Wohnungen.

 

Filmgeber/Urheber: Klaus-Peter Kruse (C)

Veröffentlichung/Bearbeitung: Sandro Schmalfuß (C)

 

 

18.11.2012


Chemnitz - Spektakulärer Filmfund setzt Karl-Marx-Stadt Denkmal


Das Bild von einem grauen Karl-Marx-Stadt erscheint generationenübergreifend bindend und prägt die Wahrnehmung der Stadt Chemnitz bis heute. Ein einmaliger Filmfund überrascht nun mit ganz anderen Ansichten.


Drei Studenten der Technischen Hochschule haben 1974 und 1975 Karl-Marx-Stadt filmisch in einer Art dokumentiert, wie sie ohne Vergleich ist und unserer Stadt damit eine Dokumentation ihrer jüngeren Vergangenheit hinterlassen, deren Existenz und Wiederentdeckung ein Glücksfall für Chemnitz ist.

Auf 8 mm-Farbfilm sind 25 Minuten lang Szenen aus Karl-Marx-Stadt, mit genialem Blick gedreht und gekonnt geschnitten, zu sehen. Karl-Marx-Stadt erscheint bunt und lebendig und man möchte glauben, zumindest in diesen Jahren ging die Idee von der sozialistischen Großstadt, im Besten Sinne ihres Anspruchs, auf. Die Szenen zeigen bekannte Orte in Karl-Marx-Stadt, immer im Zusammenhang mit Aktivität; Menschen, Verkehr. Zentralhaltestelle, Centrum-Warenhaus, Fritz-Heckert-Platz, die neue Bahnhofshalle im Bau. Besonders Wertvoll sind 5 Minuten Nachtaufnahmen aus der Innenstadt. Alles mit einem künstlerischen Anspruch umgesetzt und in der unvollkommenen und gealterten Qualität, des 8 mm Filmmaterials, faszinierend entrückt wirkend.


Die Macher des Films heißen Peter Diekert, Christian Schmidt und Lothar Förster. Damals Studenten der Physik an der Technischen Hochschule Karl-Marx-Stadt. Der Film wurde mit einer PENTAKA 8 - Kamera auf ORWO-COLOR mit 16 Bildern in der Sekunde gedreht. Technisch nicht vergleichbar mit der heutigen digitalen Videotechnik. Die Filme hatten eine Spieldauer von 5 Minuten. Die Kamera wurde mit einem Uhrwerk angetrieben, das vor jeder Szene aufgezogen werden musste. Da der Film 16 mm breit war, lief er doppelt so lange, musste aber in der Kamera gedreht werden was unterwegs schwer umsetzbar war, denn dies musste im Dunkeln geschehen. Nach dem Entwickeln des Films im DEFA-Kopierwerk, Berlin-Johannisthal, was 3 Wochen dauerte, wurde der Film mit einer Klebepresse geschnitten. Vor einigen Jahren wurde der Film dann digitalisiert. Der Originalfilm ist erhalten.

 

Herr Diekert stellt den Film nun zur Veröffentlichung zur Verfügung. Dafür wurde der Film von Sandro Schmalfuß digital aufgearbeitet und mit Untertiteln versehen, welche die Drehorte mit ihrer damaligen Bezeichnung benennen. Am Ende des Filmes sind die drei damaligen Studenten und die Kamera mit welcher der Film gedreht wurde, zu sehen. Das historische Filmdokument ist kein ostalgischer Beitrag sondern soll den wichtigen Teil der Chemnitzer Stadtgeschichte zeigen, der Erinnerung dienen und informieren.

 


DAS WAR KARL-MARX-STADT, Peter Diekert, Christian Schmidt, Lothar Förster 1974/1975, Sandro Schmalfuß 2012

 


15.09.2012

 

Einmaliger historischer Film zeigt Chemnitzer Stadtteil Harthau im Jahr 1928

 

"So sah es aus, unser Harthau im Jahre 1928"

 

Filmaufnahmen aus Chemnitz aus der Zeit vor 1945 sind etwas ganz Besonderes. Zum einen, weil das Chemnitzer Stadtbild dieser Zeit nicht mehr existiert, zum anderen, weil sich solche Filmaufnahmen kaum erhalten haben. Der 22 minütige Film "So sah es aus, unser Harthau im Jahre 1928" ist neben “Aus der Arbeiterstadt Chemnitz” von 1929, den Wochenschauberichten vom sächsischen Landesturnfest 1930 in Chemnitz und den erhaltenen Filmfragmenten aus Chemnitz um 1900 von Clemens Seeber, der einzige bekannte Film, der Chemnitz vor 1945 zeigt.

 

22 Minuten Harthau 1928 sind nicht nur für Harthauer interessant. Wir sehen unsere Ur-Ur-Großeltern als junge Leute, im Gasthaus, mit dem Motorrad oder bei der Arbeit und unsere Ur-Großeltern als Schulkinder vor der Harthauer Schule. Anders als auf den Fotografien aus dieser Zeit, können wir in bewegte, uns freundlich grüßende Gesichter schauen und erfahren so etwas über die Menschen, die damals lebten. Wir sehen noch einmal den alten Harthauer Ortskern. Er wirkt nach den schwierigen 20er Jahren gepflegt und lebendig. Das alte Lehngut, da wo heute die Tankstelle steht und gegenüber das große Fachwerkhaus von 1810, welches vor einigen Jahren abbrannte. Fast in jedem Haus gibt es ein Geschäft. Uhlichs Hut- und Mode Haus, abgerissen 1995, gegenüber das Gasthaus Frenzel, mit einladend offenen Fenstern und Türen zur Straße, heute zugemauert und verfallen. Die vielen Gasthäuser fallen auf, ebenso der Verkehr. Städtisches Leben bis in den Vorort.

 

Ein Mann mit einer Leiter - ein Plakatierer, kommt die Straße herunter, er wartet und lässt sich gerne filmen. Wir lernen Max Hengst kennen, wohl das damalige Harthauer Original. Es scheint, der ganze Ort war an den Dreharbeiten beteiligt. 9000 Menschen lebten damals in Harthau. Trotz der Zerstörungen 1944 und 1945 existierte der Ort, so wie im Film zu sehen, noch bis etwa 1970.

 

Die Entstehung des Filmes ist heute nicht mehr mit Sicherheit nachvollziehbar. Wahrscheinlich entstand der Film aber für die Harthauer Volks-Lichtspiele im Auftrag oder durch deren Betreiber Hermann und Karl Zeidler. Bis zum Abbruch der Harthauer Volks-Lichtspiele um 1970 wurde der Film dort auch gezeigt. Bei der vorliegenden Kopie handelt es sich um einen von der Leinwand abgefilmten Mitschnitt auf VHS, der wahrscheinlich für den Tag des offenen Denkmals 2000, der in Harthau stattfand, entstand und in mehreren Kopien an Harthauer Heimatfreunde übergeben wurde.

 

Der Originalfilm ist 1928 in einer hochwertigen Qualität auf 32 mm Film entstanden. Wir vermuten, dass die vorliegende Kopie von einer 8 mm Kopie des Originalfilms abgefilmt wurde. Der Verbleib des Originalfilms, sowie dieser 8 mm Kopie ist derzeit noch ungeklärt. Im schlechtesten Fall ist der Film verloren gegangen und es liegt nur noch diese Videokopie vor. Derzeit recherchieren wir, wo der Originalfilm verblieben ist und hoffen auf Hinweise. Die vorliegende VHS-Kopie wurde digitalisiert und von mir in Zusammenarbeit mit der Heimatsammlung Harthau mit erklärenden Einblendungen versehen. Die im Film zu sehenden Texttafeln gehören zum original Filmmaterial.

 

 

Der Film kann im Full-HD - Modus in der besten Qualität angesehen werden.

 

Chemnitz-Harthau bei wikipedia